Die junge Allison findet in einer Kirche ein altes Manuskript, genannt "Lexikon". Die religiöse Schrift schreibt sich auf mysteriöse Weise selbst fort und enthält unschätzbar wertvolles Wissen über das Universum und die Zukunft, welches dem Leser grenzenlose Macht verleiht. Und genau dieses "Lexikon" will das Böse mit Hilfe seiner grausamen Dämonen in seinen Besitz bringen, koste es, was es wolle. Allison versucht das Manuskript vor den bösen Mächten zu retten und wird damit nichtsahnend zur Zielscheibe in einem furchterregenden Kampf zwischen Gut und Böse. Doch sie hat keine Wahl: Verliert sie das "Lexikon", ist die Menschheit für immer verloren.
Für einige Zeit war Rumänien der Nabel der Welt, was mehr oder weniger ungefragte Fortsetzungen eigentlich abgeschlossener Horrorserien angeht. Ob nun Hellraiser, Anaconda, Pumpkinhead oder wie sie alle heißen, alle wurden billig auf DTV weitererzählt, meist mit qualitativ überschauhbarem Ergebnis. Auch God´s Army traf dieses Los, inhaltlich unabhängig von den Christopher Walken Vorgängern wurden mal eben Teil 4 und 5 Back to Back in Bukarest gedreht, allerdings ohne durchschlagenden Erfolg.
Die Erzählstruktur bleibt allerdings erhalten. Alles ist nebelig und verschwommen, nie wird so ganz klar wer eigentlich wer ist und auf welcher Seite die jeweiligen Figuren stehen. Bis sich die eigentliche Handlung einigermaßen herauskristallisiert ist der Film mehr als zur Hälfte vorbei. Das war in den vorherigen Filmen ebenfalls ähnlich, wird aber hier längst nicht so clever erzählt. Da gibts den kurzen Gastauftritt des Erzengels Simon, aber den Hauptteil des Konfliktes übernehmen die nominell Bösen. Schnell wird deutlich, das der vermeintliche Interpol Agent Riegard der Höllenfürst selbst ist, der im Showdown seinen ehemaligen Zögling Belial zum Tänzchen bittet. Warum jetzt allerdings Satan für die Guten kämpft und wo seine Motive liegen, blieb mir allerdings ziemlich unklar.
Gut und Böse kämpfen um eine unikate Bibel, die das fehlende Buch nach der Offenbarung enthält und mit diesem Lexikon des Propheten können die überirdischen (welcher Partei auch immer sie angehören) über das endgültige Schicksal der Menschheit bestimmen. Belial hat auf der Suche die praktische Angewohnheit munter seinen Körper wechseln zu können, aber die Marotte dabei seinen Ex-Wirten beim Wechsel das Herz aus dem Leib zu reißen, was für eine verdeckte Operation seinerseits eher kontraproduktiv ist, weshalb seine Spur leicht zu verfolgen ist.
Da Teil fünf auf diesen Film aufbaut, ist das Ende denn auch eher unbefriedigend ausgefallen. Der Showdown wird auch niemand vom Hocker hauen. Insgesamt ist die Offenbarung zwar passabel gemacht, sogar einige blutige Szenen sind enthalten, aber die nicht sehr eingängige Geschichte läßt viele Wünsche offen. Die Darsteller sind dafür ganz in Ordnung, viele bekannte B-Nasen geben sich ja im Ostblock die Klinke in die Hand, da herrscht Routine vor. Insegesamt bleiben die Neuverfilmungen aber ziemlich blass und sind streng genommen überflüssig.
5/10