Im Nahen Osten bricht der Krieg aus, das arabische Königreich droht zusammenzubrechen. Terroristen übten massive Anschläge auf ihren Staat aus. Captain Burns und seine US – Marines, sollen Zivilisten aus den Klauen der wahnsinnigen, arabischen Fanatiker befreien. Als ein Rot-Kreuz-Wagen vollgepumpt mit Sprengstoff die US – Botschaft in die Luft jagt und ein Massaker entbrennt, schlagen die Marines zurück.
Normalerweise bin ich ja der erste der jammert, wenn ein Film mit übertriebenem Patriotismus um sich wirft, aber bei Helden USA (allein schon der Titel und der Topterrorist heißt sogar Jihad, uffza) artet das Ganze schon dermaßen aus, das man es fast schon als Parodie ansehen kann. Da suhlt man sich in den schönsten Klischees, Land of the Free ist gut, der Rest besteht aus Unfähigen und Terroristen, meistens sogar beiden zusammen. So darf ein wackerer Gunnery Sergeant, irgendwo angesetzt zwischen sympathischer Überheblichkeit und einer dem-Militär-ist-nichts-zu-schwer-Mentalität, mal eben ein paar turbantragenden Opfern zeigen, wie die US Marines sich ihre Welt auch im Ausland zurechtrücken.
Die Story dabei ist ebenso simpel wie 80er, das ist allerdings eher als Qualitätsmerkmal zu verstehen, denn mal ehrlich, wo gibt es so schönes handgemachtes Krawumm, bei dem man so herrlich das Hirn ausschalten kann (und auch sollte) und den harten Kerlen zuzusehen, wie sie irgendwelchen Schurkenstaaten die aufgeblähte Militärstruktur unter dem Darmausgang wegballern. Bis auf kleinere Längen wird dies bei Helden USA geboten. Die Shootouts sind hart, der Bodycount dementsprechend hoch, Pyrotechniker dürfen sich austoben, wer da Werke wie Missing in Action oder Operation Delta Force mag, ist hier ebenfalls gut aufgehoben.
Bei so viel Budenzauber kann man dann schon darüber hinwegsehen, das ständig die Stars and Stripes im Bild sind. Man konnte an einer Stelle sogar das entsetzte Aufstöhnen des amerikanischen Kinopublikums regelrecht im Geiste hören, als so ein Terrorjunkie doch tatsächlich vor der US Botschaft die Fahne abfackelt. Auch an die ständige Nikon Schleichwerbung in derlei Filmen hat man sich ja inzwischen gewöhnt. Ich erwarte von Streifen dieses Kalibers im Grunde nur das es ständig kracht und raucht und darüber kann man sich hier nicht beschweren.
7/10