Duncan Gibbins (Ein Fall für den Mörder) und Yale Udoff (Tales from the Crypt) lassen einen weiblichen Killercyborg, mit einer kleinen Atombombe in der Birne auf New York und den armen Zuschauer los. Die amerikanische Regierung hat mal wieder nichts Besseres zu tun, als irgendwelche Kampfroboter für den Krieg zu bauen und die Steuergelder der hart arbeitenden Bevölkerung zu verschleudern. Dr. Eve Simmons (Renée Soutendijk) hat den wieblichen Cyborg entworfen, nach ihrem Ebenbild. Zudem hat sie dem Blechhaufen gleich mal ihre eigenen Erinnerungen eingepfanzt per Mikrochip. "Eve 8" wird auf einen Probelauf geschickt, gerät aber in einen Banküberfall und wird angeschossen. Da brennen ihr alle Sicherungen durch und sie läuft Amok. Colonel Jim McQuade (Gregory Hines) soll´s richten.
Und der geht einem tierisch auf den Sack. Nicht nur ist Hines hier fehlbesetzt, sondern ist den ganzen Film nur am Brüllen. Ob er seine unfähigen Rekruten, oder Eve Simmons zur Schnecke macht, er hat das Mittel gegen Heißerkeit anscheinend gefunden. Zusätzlich müssen wir Renée Soutendijk noch in einer Doppelrolle ertragen. Ob im roten Lederdress, oder Klamotten wie von der Altkleidersammlung, sie hat nicht mehr Ausstrahlung als ein Holzklotz. Ihre Rolle im deutschen Psychothriller "Abwärts" mag sie mit Bravur geleistet haben, doch bei der Darstellerwahl hat Jemand gewaltig versagt.
Immerhin wurde "Eve 8" mit einem passablen Budget ausgestattet. Die Cyborgeffekte sind von ordentlicher Qualität und es darf doch Einiges zu Bruch gehen. Der Killercyborg hinterlässt stets eine Schneise der Verwüstung. Besonders UZI´s haben es ihr angetan. Der Munitionsverbrauch ist sehr hoch, viele Autos werden zu Klump geschossen, in die Luft gesprengt oder von der Strasse gedrängt, desweiteren ist der Bodycount annehmbar. Doch ausser den minimalen Actionintermezzos ist der Film einfach nur langweilig. Da kann Gibbins noch so viele blutige Einschüsse, oder Zerstörungsorgien darbieten. Da nervt allein schon die kriselnde Bezihung zwischen McQuade und Simmons. Die Beiden jagen dem Cyborg hinterher, haben sich ständig in den Haaren, führen massig unnötige Dialoge. Den Atomsprengkopf behält man McQuade gleich mal vor, das übliche Klischee der bösen Regierung. Dieser wird jedoch bald aktiviert, nun muss "Eve 8" innerhalb 24 Stunden unschädlich gemacht werden. Dazu muss man ihr schon ins Auge schießen, denn wie McQuade so schön bemerkt hat, hat Simmons den "Aus-Schalter" vergessen.
Da das Geschehen eh schon saulangweilig ist, setzt Gibbins dem Ganzen noch einen Drauf. Simmons hat einen Sohn, der natürlich noch gekidnappt wird. Anstatt das man das Balg in Sicherheit bringt, wartet man gemütlich bis der Cyborg auftaucht, den Vater ordentlich vermöbelt und mit dem Kind davonspaziert. Simmons scheint das egal, war ja ihr Exmann. Und so steuern wir schon auf den Showdown zu, der noch ein wenig Geballer mit sich bringt, aber nie Spannung. Wie einst das große Vorbild, "Der Terminator", ist "Eve 8" wirklich schwer totzukriegen, selbst der großmäulige McQuade hat seine Probleme. So kommen wir nach über neunzig Minuten in den Genuss des rettenden Abspanns. Eigentlich sieht der Film zu keiner Zeit billig aus, zwar langweilen die Kulissen schnell, doch der Score hinterlässt einen guten Eindruck. Doch wenn man schon so einen storyschwachen Müll verzapft, dann bitte mit ordentlich Tempo, mehr Action und passenden Darstellern.
Hier ging so ziemlich alles in die Hose. Sämtliche Darsteller wirken fehlbesetzt, Gibbins Inszenierung langweilt zu Tode, obendrein gibt es viel zu wenig Action. Die Charaktere sind Abziehbilder, interessieren den Zuschauer nicht die Bohne. Massig unnötige Dialoge, keine Überraschungen, null Spannung geben "Eve 8" den Rest. Dabei waren zumindest Budgettechnisch die Vorraussetzungen gegeben, aber man hat es vergeigt.