Inhalt:
China in einer sehr frühen Epoche. Lung Fei Yung (Jimmy Wang Yu) ist mit seinem Silberspeer ein nahezu unbesiegbarer Kämpfer.
Er ist ein Auftragskiller..., doch sein eigentliches Ziel ist es, den Tod seiner Eltern zu rächen, die feige ermordet wurden.
Lung Fei Yung erhält von der so edel wie ominös auftretenden Mei (Woo Gam aka Hu Chin) den Auftrag, die "3 blutigen Mörder" zu töten. Er soll dafür je 1.000 Tael in Gold als Kopfgeld erhalten.
Die ersten beiden dieser "3 blutigen Mörder" werden von Lung Fei Yung besiegt..., bevor er zum Dritten dieser Mörder aufbricht, besucht er seine blinde Cousine, in deren Pavillon mit Wassermühlenrad, die schöne Hsiao Lan Tung (Hsu Feng).
Auch der 3. der "blutigen Mörder", Wu Tang (Blacky Ko) fällt Lung Fei Yung zum Opfer.
Meister Nan Kung Nam (Kon Tak Mun) will die absolute Macht in der Provinz an sich reißen! Seine "rechte Hand" Hao Rang (Chang Yi) will dies ebenfalls, und mit Mei kollaborierend, will er seinem Meister in den Rücken fallen.
Er überredet Nan Kung Nam, dass dieser sich des "blutigen Rings", einer gefährlichen mechanischen Distanzwaffe, bemächtigt, um seine Macht zu festigen.
Der "Herr des blutigen Rings" indes, ist Tung Hsien Yu (Ko Chung Pang). Um diesen in die Hand zu bekommen, damit dieser ihm den "blutigen Ring" neu konstruiert, will er dessen Tochter entführen.
Diese Tochter ist keine andere als Hsiao Lan Tung!
Lung Fei Yung will seine Cousine befreien. Der Weg zum Palast von Nan Kung Nam im "Tal des ewigen Schnees" ist voller Gefahren und blutiger Kämpfe.
Längst ist ein Dickicht von Intrigen entstanden..., keiner kann im Palast des Meisters Nan dem anderen mehr trauen!
Nan Kung Nam durchschaut längst, dass man ihn hintergeht..., und hat vorgesorgt. Seine Feinde müssen mit ihrem eigenen Blut zahlen.
Lung Fei Yung, der den Palast des Meisters Nan erreichte..., stellt sich dem "blutigen Ring" und einem gnadenlosen und mörderischen Endkampf.........
Fazit:
Im Jahre 1978 drehte Regisseur Sung Ting Mei für das Studio "Fortuna Films" diesen Trash-Eastern, der vor allem unter den deutschen Fans dieses Sub-Genres Kult-Status genießt.
Es entstand ein sehr schön verfilmter Eastern..., in hell-klaren Bildern, beeindruckenden Studio-Kulissen, etlichen rasanten, blutigen Fights..., und trashigen Tricks.
Mir gefiel vor allem die bunte, illustre Studio-Kulisse..., vor allem der Pavillon von Hsu Feng mit Wassermühlenrad..., das hatte mehr als einen Hauch von Shaw Brothers.
Auch der Palast des Villain im "Tal des ewigen Schnees", eine künstliche Kulisse ala Shaw Brothers, sorgte für eine besondere, gelungene Atmosphäre. Diese ist zweifellos ein Pluspunkt dieser Produktion.
Die Storyline ist relativ flüssig erzählt, gleichwohl zunächst etwas verwirrend.
Doch die Dinge lösen sich schlüssig auf..., und eine durchaus durchdachte Storyline entfaltet sich, mit etlichen Intrigen und Wendungen, die alles andere, die Figuren und die Fights gelungen untermalt.
Der Trash-Faktor dieses Eastern basiert hingegen gar nicht mal auf den Fights, so diese denn ohne Trick-Gimmicks bleiben, oder die Kulisse oder die meisten Figuren selbst, sondern auf mechanische Anlagen oder Trick-Waffen. So der "Blutige Ring", eine Art Wurf-Kreisel mit Kreissägen-Funktion..., zudem ein wandelndes Skelett, Feuer-Seile, oder ein Unterwasser-"Fight". Kann man damit partout nicht leben, darf man sich nicht Eastern dieser Gattung antun.
Bei Wang Yu muss man wissen, worauf man sich einlässt, experimentierte er doch nach seiner Zeit bei den Shaw Brothers mit dem Genre, als ruppige Kampf-Sau und/oder mit illustrem, trashigem Waffen-Arsenal.
Alles andere ist aber eigentlich insgesamt sogar im Verhältnis recht gängig gemacht..., die Figuren -bis auf einen recht stilisierten Villain Kon Tak Mun- nicht überzogen agierend. Und die Fights gar rasant-gefällig choreographiert, blutig zwar, aber insgesamt technisch solide..., und das Speer-Naginata-Duell zwischen Wang Yu und Chang Yi ist hier das Highlight diesbezüglich.
Wang Yu gibt einmal mehr den letztendlich einsamen, harten Fighter, der eine blutige Ernte einholt. Einmal mehr spielt er trocken heraus die coole Kampf-Sau. Ein typischer Wang Yu, diesmal in einem nicht zu übermäßig trashigen Eastern im Kostüm- und Abenteuer-Gewandt.
Chang Yi ist hier die hinterhältige Figur, die die Intrigen spinnt, und diese Fäden in der Hand hält, bzw. meint, sie in der Hand zu halten.
Denn Kon Tak Man ist als "White hair"-Villain aus dem Bilderbuch, hier zwar stilisiert agierend, leicht reizbar und wütend, aber... nicht dumm!
Kon Tak Man, ein besonderer Villain, zum belächeln..., oder eher denn doch nicht?
Woo Gam (aka Hu Chin) und Hsu Feng agieren hier in den weiblichen Hauptrollen.
Woo Gam ist als verrucht-eitle Lady hier erste Wahl im Casting. Sie geht eiskalt über Leichen, an Macht und Luxus stark interessiert, was Wunder.
Hsu Feng, ihr Auftritt hier ist überraschend, sie, die meist bevorzugte Darstellerin des renommiertesten Regisseurs Hongkongs, King Hu. Sie spielt das blinde Mädchen, auf dessen Rücken die Herren um die Macht intrigieren und kämpfen, sie macht das ganz tapfer!
"The deadly silver spear" ("Der Silberspeer der Shaolin"), trashig, ja!
Aber auch nicht zu sehr..., so können auch Anhänger des klassischeren Eastern mit diesem Film "so zwischendurch" prima leben..., die durchdacht-spannende Storyline mit etlichen Intrigen und Twists, die sehr schöne Kulisse und auch viele blutig-kernige Fights können überzeugen.
6/10.