Rätselhafte Ereignisse erfordern rätselhafte Charaktere, so könnte man dieses schrullige Ensemble wohl erklären.
Drei clever smarte Waisenkinder [Die Boudelairs] treffen auf den ober fies durchgeknallten Graf Olaf, der mit überblendetem Ego seine alterliche Übermacht durchzusetzen versucht.
Dabei herausgekommen ist eine sehr ansehnliche skurrile theaterhafte Verfilmung, die in ihrer Art alles andere als den konventionellen Weggeht, sich jedoch hin und wieder eingespielter Klischees bedient. Als hervorragend ist sicherlich das 'sprachuntertitelte' Babywaisenkind zu bemerken. Dieses mag einigen als überflüssig oder gar unwitzig erscheinen, hat jedoch entscheidende Funktion für die Glaubwürdigkeit anderer Szenen, in denen das Baby eine Rolle spielt und reflektiert gleichzeitig ziemlich gut, was ein cleveres Baby wirklich denken könnte.
Die Details der Kulissen sind bis aufs letzte Ausgetüftelt, wunderbar düsteratmosphärisch wirken die Einzelnen Szenen und auch die Animationen fügen sich wunderbar in die gesamte Optik des Filmes.
Die Story wirkt an manchen Stellen etwas hackelig, dasmag aber nicht zuletzt auch an der deutschen Synchronisation liegen, die sicherlich an der ein oder anderen Stelle ihre Schwierigkeiten gehabt haben dürfte, die doch sehr komplexen Aussagen des Grafen Olafs (gerade anfangs) ins Deutsche umzusetzen. Da heißt es vielleicht doch mal in Originalsprache schauen.
Für die im Ganzen runde Geschichte, die im Übrigen ein selbst kurz in Erscheinung tretender Geschichtenerzähler, der wohl auch der Schlüssel zum Verständnis des gesamten Plots ist,vorantreibt , die positive Gesamtaussage des Filmes und die 1A Bilder vergebe ich ****8,5 Punkte**** (den halben für den grafisch liebevoll umgesetzten Abspann)