Sowjetunion, 1962. Der junge Soldat Viktor wird nach Krim auf die Datcha eines Generals als Fahrer berufen. Die psychisch labile Tochter des Generals, Vera, leidet nach einer ungewollten Schwangerschaft unter Depressionen. Viktor soll auch ihr Fahrer sein. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kommen sie sich beide näher und verlieben sich in einander. Aber auch die attraktive Haushälterin Lida hat ein Auge auf Viktor geworfen. Es entwickelt sich eine schwierige und undruchsichtige Dreiecksbeziehung.
Parallel dazu merkt Viktor, dass er nicht nur als Fahrer eingesetzt wird, sondern auch als Informant für die KGB um Berichte über den General zu schreiben. Der General soll nämlich als Sündenbock herhalten... Und das Säuberungskommando der Geheimpolizei von Krushov ist schon auf dem Weg.
Ohne in Klisches zu verfallen, erzählt der Film eine Liebes- als auch eine Thriller-Geschichte - Hinter wunderschönen Kulissen und Rock'n'Roll Musik lagern menschlichte Abgründe und Intrigen. Am meisten hat mich die Performance von Yelena Babenko (Vera) beeindruckt. Die Gefühlsschwankungen hat sie sehr überzeugend rübergebracht, ausserdem durfte sie den ganzen Film lang humpeln, was sicherlich nicht sehr angenehm war.
Obwohl der Film etwas schwer im Magen liegt, empfehle ich ihn trotzdem jedermann, was v.a. daran liegt, dass er nicht wirklich auf die Tränendrüse drückt (was ich sehr schätze).
10 von 10.
Übrigens: "Driver for Vera" ist in der selben Kategorie einzusiedeln, wie "Die Sonne, die uns täuscht". (Der lief ein paar mal im deutschen Fernsehen.) Sie sind von der Thematik her ähnlich.