Als die junge Italienerin Martina ihren Bruder Luca in New York besucht, planen sie einen entspannten Road Trip nach Kalifornien. Unterwegs nehmen sie die beiden Anhalter Sean und Jamie mit, nicht ahnend, dass die Männer nach einem Banküberfall auf der Flucht vor der Polizei sind. Die Lage spitzt sich schnell zu, Martina wird als Geisel genommen und Luca gezwungen, mit dem gestohlenen Geld bis nach Los Angeles zu fahren. als die von ihrem gewalttätigen Freund fliehende Stripperin Cherie zu der Gruppe stößt wittert die schon bald fette Beute und versucht, alle Beteiligten gegeneinander auszuspielen. Ein Spiel mit tödlichem Ernst.
Ach ja, wieder mal ein Film der nicht entstanden wäre, wenn sich die Leute mal Hitcher oder ähnliche Lehrfilme anschauen würden. Anhalter mitnehmen war im Film noch nie eine gute Idee, erst recht, wenn der eine aussieht wie Vinnie Jones, was hauptsächlich daran liegt das er es auch noch selbst ist. "Actiongeladener Road Movie in bester Guy Ritchie Manier" haut einem das Cover mit markanten Worten um die Ohren, was ich nach dem Abspann mal wieder als blanken Hohn empfand. Es hat wohl seinen Grund warum eben mit Jones und auch Casper van Dien bekannte amen dabei sind, aber man noch nie ein Sterbenswörtchen über den Streifen gehört hat, was wohl auch anderen so geht, sonst gäb es doch hier wohl schon ein paar Reviews.
Vielmehr als eine aufgewärmte Suppe aus bekannten Genre-Kombination kam dabei aber nicht zustande. Wir haben Kohle aus einem Banküberfall, jede Menge Straßenpanorama, ein Geschwisterpaar, zwei Gangster, eine Tänzerin verfolgt von einem Privatschnüffler und am Ende versuchen sich alle gegenseitig in LA um die Kohle zu bescheißen. Die Story ist nicht neu, aber hier auch ohne viel Esprit dargeboten, was mich dann zu dem Urteil "langweiliger Kram" hinreißen läßt.
Auch die deutschen Rechteinhaber schienen das ähnlich zu sehen und verpaßten den weitgehend farblosen Figuren eine billige Synchro. Gewohnte Originalsprecher sucht man ebenso wie meist eine vernünftige Betonung vergebens. Lustigen Humor gabs ebenfalls wenig bis gar nicht und so werden die 95 Minuten in Echtzeit Laufzeit so lang wie die gefühlte Fahrstrecke von Las Vegas nach Hollywood.
3/10