Terry Gilliam ("12 Monkeys") liefert uns ein Film, der nur sehr schwach funktioniert. Das Hauptproblem ist der Plot, womit die Ideenfreudigkeit Gilliams zu kämpfen hat. Es herrscht einfach kein Zusammenspiel zwischen Schauspielern, Musik und Bildkunst.
Wo beispielsweise Ridley Scotts "Legend" mit einer visuellen und akkustischen Harmonie funktionierte und Schauspieler ihren Beitrag dazu leisten, wirkt all die relevanten Punkte bei Gilliam übertrieben und teilweise aufgesetzt.
Die Welt, die Gilliam erschaffen hat, lebt nicht. Es liegt nicht an der Ideenlosigkeit Gilliams, der teilweise durch Selbstironie und schwarzem Humor geradewegs zu Begin den Zuschauer unterhalten kann, sondern durch schwache schauspielerische Leistungen und schwacher kaum auffallender Musik.
Die Brüder Grimm (Damon und Ledger) spielen ihre Rollen sehr überzeugend, sind sich im vielen Dingen uneinig und schaffen dadurch eine innere Rivalität gegeneinander, die im Endeffekt zu ihrer eigenen Rettung verhelfen wird.
Viele weiter Charaktere verhalten sich stellenweise wie Pappkameraden. Monica Beliuccis Schauspiel als Spiegel-Königin ist völlig verschenkt und der exzentrische Cavaldi (Peter Stormare) ist zwar ungemein unterhaltend, entwickelt sich aber zu einem Klischeecharakter, der in die Welt Gilliams überhaupt nich passt.
Viele Ideen von Terry Gilliam verhelfen dem Film aber in die Durchschnittlichkeit. Denn er schafft es alle Grimms Märchen augenzwinkernd auf Korn zu nehmen. Die Magie in der Welt der Brüder Grimm ist für sie völlig rational und ist unweigerlich mit der Realität verbunden. Was in dieser Welt passiert hat für die alle Charaktere im Film eine sinnvolle und magisch-realle Bedeutung. Dadurch wirkt alles doch nicht so monoton wie anfangs angenommen und man bekommt eine entäuschende aber auch irgendwo im Kern eine beruhigende Wiederspiegelung einer möglichen Welt.