Ein seltsamer Film - nicht Fisch, nicht Fleisch., irgendwie krude, zusammenhanglos und - man traut es sich kaum zu sagen bei einem Gilliam-Film- uninspiriert. Schuld ist wohl in erster Linie das Drehbuch, dass hunderte von Zutaten zu einem Eintopf vermengt, der nur schwer bekömmlich ist. Märchen, Fantasy, Horror, Romanze, Slapstick, was weiß ich was noch- halbgar und ungewürzt auf den Teller geknallt. Und wir sollen es fressen - die Darsteller-Riege als schmuckes Beiwerk reißt da aber auch nicht mehr viel raus.
Optisch und stilistisch gelingt es Gilliam sicherlich, einen soliden Film zu präsentieren - allein die Sequenzen um die Spiegel-Königin Belluci sind großartig und richtig gruselig gelungen. Aber was nützt es ? Bis besagte Szenen kommen schüttelt der Zuschauer achtzig geschlagene Minuten nur den Kopf ob einer absolut armseligen, an den Haaren herbeigezogenen, ja langweiligen bis albern-schwachsinnigen Story.
Ich kann nur jedem raten: Schenkt Euch den Film - es lohnt nicht. 5/10, wenn überhaupt.
P.S.: Der Film hat das Prädikat "wertvoll" bekommen - es ist echt nicht zu fassen ...