Es könnte auch ein vergessener Fulci sein, doch so üble Arbeit hat selbst dieser selten abgeliefert. Regisseur Voskanian steuert mit „The Child“ einen überaus drögen Beitrag zum Thema „Das Kind und seine Zombiefreunde“ bei.
Die hübsche Haushälterin Alicienne hat einen Job bei den Nordons bekommen. Hier soll sie sich vorwiegend um die kleine Rosalie kümmern, deren Mutter soeben verstorben ist. Doch Rosalie schleicht sich nachts heimlich auf den Friedhof, um Zombies zu erwecken, die sich an all jenen rächen, die für den Tod ihrer Mutter verantwortlich sind.
Da der Ort des Geschehens aber ein überaus ländliches Stück Ödland ist, fällt die Zahl der Opfer entsprechend gering aus. So streckt man den Streifen mit Banalitäten und dem zickigen Getue der kleinen Rosalie, was nach kurzer Zeit genauso nervtötend ist wie der schrille Score.
Dieser besteht aus einer Mischung aus Zufallsklängen eines uralten Synthesizers und unmotiviertem Klaviergeklimper.
Die Zombies treten erst nach einer Stunde in Erscheinung und können allenfalls für ein leichtes Schmunzeln sorgen, da man sie offenbar mit einem 6er Pack Latexmasken ausstattete.
Gruselatmosphäre kommt auch kaum auf. Im Hintergrund hört man ständig Sturmgeräusche, obwohl sich die Äste kaum bewegen und weil man sich nicht entscheiden konnte, ob es Tag oder Nacht sein soll, streut man etwas Nebel in die Kulisse – wirkt alles nicht.
Die wenigen Splattereffekte retten letztlich auch nichts mehr, zudem sind diese recht harmlos ausgefallen.
Und dass sich Zombies durch eine Autohupe vertreiben lassen, habe ich auch noch nicht erlebt…
2 von 10 Punkten