Horror. Alice wird von einem
verwitweten Farmer als Haushälterin und Kindermädchen für seine Tochter
Rosalie angestellt. Doch mit dem Mädchen stimmt etwas nicht. Sie lebt
in ihrer eigenen, bizarren Welt und trifft sich nachts mit namenlosen
Freunden auf dem Friedhof. Als dann seltsame Dinge passieren, die in
grausamen Todesfällen gipfeln, verdächtigt Alice Rosalie. Hat sie
Mächte aus dem Jenseits entfesselt, um den Tod ihrer Mutter zu rächen?
Formal
gesehen ist „The Child“ oder „Die Tochter des Bösen“, so der alte
deutsche Videotitel, ein billig produziertes Machwerk. Doch wer etwas
unter die schundige Oberfläche blickt, entdeckt ein erschreckend
intensives Filmchen mit bizarrer Atmosphäre, welches den Zuseher
durchaus in seinen Bann ziehen kann. Einen grossen Anteil am
Nervenkitzel hat der schon beinahe krank anmutende Soundtrack, der
gekonnt eine unheilschwangere Stimmung erzeugt. Die eigentliche
Bedrohung bleibt übrigens sehr lange unsichtbar und tritt erst gegen
Ende des Films physisch ins Bild. Und sind wir mal ehrlich: Was erzeugt
mehr Angst als ein Gegner, den man nicht sieht? Die einfachen, aber
wirkungsvollen Tricks, rücken den Film weiter Richtung Sicko! Somit ist
der Streifen wirklich nichts für zart besaitete Gemüter. Freunde
aussergewöhnlicher und dreckiger Filme, sowie Fans von (günstig
produzierten) klassischen Gruselfilmen werden aber ihre helle Freude
daran haben. Ein kleiner Wermutstropfen ist allerdings die recht lieblose
Synchronisation.
Score: 7
Härte: 6