„Das ist meine Mutter, sie hat wunderschönes Haar!“
„Zombie Child“ alias „The Child“ aus dem Jahre 1977 ist ein US-Horrorfilm, der unter der Regie Robert Voskanians entstand und bis heute offenbar seine einzige Regiearbeit blieb. Sie erzählt von Alicianne, die irgendwann in den 1930er-Jahren in irgendeinem Waldgebiet der USA von einem Witwer als Kindermädchen für seine Tochter Rosalie angestellt wird. Doch Rosalie kommt eigentlich ganz gut allein zurecht und schlendert regelmäßig nachts zum Friedhof, wo sie eine Horde Zombies reanimiert, die in ihrem Auftrag all diejenigen töten sollen, die sie für verantwortlich für den Tod ihrer Mutter hält...
Voskanians Film ist einer dieser B-Movies, denen man ihre billige Machart zu jeder Sekunde ansieht. Am Budget scheint es extrem gemangelt zu haben und Voskanian gelingt es leider nicht, diesen Eindruck künstlerisch oder technisch geschickt zu verschleiern. Stattdessen setzt er vornehmlich auf eigenartige verspielte Soundeffekte, vor allem aber auch furchtbares Klaviergeklimper, das er mit einem übertrieben lauten Klangteppich zu einem gefühlt permanent dominant lärmenden Soundtrack vermengt, der enervierend die Leidensfähigkeit des Zuschauers (bzw. -hörers) auf die Probe stellt. Dass u.a. Windgeräusche ertönen, obwohl sich im ach so finst’ren Walde kein Blättchen regt, wird da fast schon nebensächlich. Die Eingeschränktheit des Drehorts, der Kulissen und des Ambientes werden durch wilde Bildcollagen und Wackelhandkameraeinsätze aufzuwerten versucht, was nur bedingt gelingt. In seinen besten Momenten ist „Zombie Child“ sozusagen „tanzderteuflisch“, wenn im Buschwerk des Walds das Grauen lauert, doch größtenteils erscheint die stringent (um nicht zu sagen: plump) erzählte, wenig Sinn ergebende und keinerlei Erklärungen liefernde Geschichte dramaturgisch einschläfernd und hat mit einer Augenausreißszene einen einzigen deftigen Spezialeffekt zu bieten. Ansonsten bekommt man nur die Resultate der tödlichen Attacken in Form allerdings ansehnlicher Make-up-Arbeiten präsentiert. Die Kreaturen selbst bekommt man erst gegen Ende in voller „Pracht“ zu Gesicht, wären aber besser in ihren Gräbern geblieben...
Was der einfältige Film theoretisch auch mit seinen „namenlosen“ Schauspielern an Charme hätte entwickeln können, verdirbt er mit seinem komatös-gleichbleibenden Tempo und seinem Frontalangriff auf den Hörsinn des Publikums. Ich war froh, als es vorbei war.