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Tieh Chun-Shan, ein professioneller Killer, übernimmt jeden Job und wenn es darum geht, einen Mitmenchen ins Jenseits zu befördern, so fragt er nicht lange nach dem Namen. Ein Mann mit einer goldenen Maske beauftragt ihn eines Tages, jemanden umzulegen. Erst nach der Tat entdeckt Tieh Chun-Shan, dass er seinen eigenen Bruder getötet hat. Er macht sich auf die Suche nach seinem Auftraggeber. Er will mit allen Mitteln den Tod seines Bruders rächen. Ein gnadenloser Kampf nimmt seinen Anfang...
Ums vorweg zu nehmen, zur Ansicht des Films stand leider nur die FSK 16 Version zur Verfügung, die unglücklicherweise vom Zensurschnitt übelst verstümmelt wurde. Worin der Sinn besteht, eine schlecht geschnippelte Variante eines Film auf einer 4 Filme auf einer Disc Kompilation zu packen, die eh schon ab 18 erst freigegeben ist, können vermutlich auch die Publisher von MIB nicht beantworten.
Die Story ist mal wieder Kung Fu typisch simpel gestrickt, unser super toller Killer (der allerdings zu blöd ist seinen eigenen Bruder zu erkennen, tja Augen auf beim Auftragsmord), versucht sich an seinem Auftraggeber zu rächen. Kann man so einem Satz zusammenfassen, ohne wesentliches wegzulassen. Wers mag kann sich dabei erstmal an der Lippensynchronität herrlich amüsieren, die gesprochenen Worte gehen Lichtjahre an den entsprechenden Mundbewegungen des jeweiligen Sprechers vorbei, einfach göttlich. Zum brüllen ebenfalls die pausbäckige goldene Maske des Oberfiesos, die der absolute Lacher auf Kindergeburtstagen wäre, aber als Signatur des Superschuftes jeder Beschreibung spottet.
Im Gegensatz zur üblichen fernost Handkantenwedelei wird hier dafür noch eine Art Murder Mystery Story eingebaut. Bis gelöst wird wer nu eigentlich hinter dem golden Sido Gedächtnis Gesichtsverhüterli steckt, werden beinahe alle, die auch nur mal ne kurze Sprechrolle hatten, unter die taiwanesische (oder taiwanische?) Erde gebracht. Ist aber recht unterhaltsam, aufmerksame Zuschauer sollten aber spätestens nach einer Stunde auf die richtige Lösung kommen. Ein Wort noch zu den Schauspielern, ach nöö doch lieber nicht, unterer Durchschnitt, Punkt. Gleiches gilt für die typische Musik, 1000 mal gehört, 1000 mal ignoriert, das übliche schräge Gefiedel das man aus Filmen dieser Zeit kennt.
Shaolin - eine Faust die tötet ist eigentlich ein recht kurzweiliger Fu Kung Klopper, zumindest kommen keine großen Langweiligkeiten auf, ständig haut eine Partei einer anderen auf die Glocke, das passt schon. Eine Frechheit ist dafür mal wieder der Filmtitel, da die Shaolin in dem Film quasi nicht vorkommen, der Held stiefelt mal kurz für zwei Minuten bei einem der Mönche vorbei, fragt nach dem Weg, Mönch sagt geh ins nächste Dorf und fertig. Immerhin sind die Martial Arts Künste der Beteiligten recht kompetent, der Actionfaktor stimmt jedenfalls. Leider verkommt besonders der Showdown in dieser Beziehung zur absoluten Lachnummer. Dieser muß furchtbar brutal und blutig gewesen sein, wovon der arme Zuschauer (wie gesagt in der 16er Ausführung) nur folgendes zu sehen bekommt. Ein halbes dutzend mit goldenen Masken bekleideter Kämpfer haben den Helden gestellt und präsentieren ihre Waffen, dann ein kurzer Schnitt, nächstes Bild alle golden Masken liegen tot malerisch auf dem Rasen. Nochmals vielen Dank an den Verantwortlichen für diesen saumäßigen Schnitt.Uncut könnte der Film echt Klasse haben, aber für diesen Rumpffilm gibt’s nur 5/10.

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