Inhalt:
Irgendwo in China, in einer früheren Epoche. Lung Chun San (Chi Kuan Chun) ist ein Auftragskiller..., und er erhält von einem ominösen Mann, der eine goldene Maske trägt, einen speziellen Mordauftrag. Er soll einen Mann töten..., der Auftraggeber, der Mann mit der goldenen Maske, bleibt so wie sein Motiv unbekannt.
Lung Chun San führt den Auftrag aus..., und ermordet den Mann heimtückisch von hinten.
Dann stellt er zu seinem großen Entsetzen fest..., der Mann den er tötete..., ist sein eigener Bruder!
Nunmehr beschließt Lung, den Tod seines Bruders zu rächen, und den Mann mit der goldenen Maske zu identifizieren..., und zur Rechenschaft zu ziehen!
Lung begegnet Pai To (Wang Kuan-Hsiung)..., der eine Gruppe von Kämpfern anführt.
Doch erst im Tempel der goldenen Statuen erfährt Lung Chun San, dass er in der Stadt, in einem Gasthaus, auf einen Verbindungsmann treffen wird..., dann wird sich alles weitere ergeben.
In jenem Wirtshaus begegnet Lung wieder Pai To..., dieser ist der Verbindungsmann...., eine Reihe weiterer Gäste im Wirtshaus, sie sind Rebellen, die den örtlichen Fürsten, der mit eiserner Faust herrscht, beseitigen wollen!
Pai To ist indes einer der beiden Adoptivsöhne des Fürsten (Shao Luo-Hui). Dieser ist von dem Mann mit der goldenen Maske ebenfalls bedroht. Und so will der Fürst, dass auch Lung Chun San ihn beschützt..., ein Angebot der Rebellen lehnt Lung indes ab.
Der Mann mit der goldenen Maske..., er steht hinter einer ganzen Organisation von Kämpfern, die sich kleiden und maskieren wie er selbst.
Es sind die Freiheitskämpfer..., wie der Bürgermeister des Ortes, Kao Wang (Yu Chung-Chiu) und dessen bildschöne Tochter (Doris Lung)...!
Gehört auch der 2. Adoptivsohn (Stephen Tung Wai) des Fürsten zu diesen Kämpfern, und ist somit ein Verräter?
Im Palast spielen sich nunmehr die Intrigen ab..., Fakt ist, dass es im Palast des Fürsten einen Verräter geben muss. Inmitten dieses Geschehens steht Lung Chun San....!
Nachdem der Fürst zu Tode kommt..., und sich die Fronten klarer herauskristallisieren..., kommt es zwischen Lung Chun San und den Kämpfern mit der goldenen Maske zum endgültigen Show-Down auf Leben und Tod........
Fazit:
Im Jahre 1977 drehte der Regisseur Ting Chun diesen insgesamt guten, wenn nicht immer ganz leicht durchschaubaren KungFu-Action-Eastern auf Taiwan für das Hongkonger Label "Great China Film Company" des Produzenten Chan Man-Sam.
Dieser Eastern besitzt eine überraschend komplexe und insgesamt gut durchdachte Storyline..., mit vielen Wendungen und wechselnden Loyalitäten..., da muss man schon ziemlich aufpassen.
Mitunter übertreibt es die Regie da etwas mit den Twists..., aber nun gut, es kommt, wie in fast jedem Eastern, auf die Action an..., und die komplexe Story verbindet diese Fights denn noch für den Fan des Genres..., wenn auch vergleichsweise anspruchsvoll, warum nicht?
Im Zentrum des Streifens steht Chi Kuan Chun..., er hält die Dinge zusammen...., spielt den kalten Rächer ohne Lächeln..., dafür mit ausgefeiltem, technisch hochstehendem KungFu, wie gehabt. Die Fights leben von seinem sehr klassischen KungFu-Stil..., Chi Kuan Chun, der filigrane Techniker unter den Stars des KungFu!
Er will an einen Mann ran, der anonym bleibt..., die Identität dieses Mannes aufzudecken..., das ist der zentrale Aspekt der Handlung.
Hinzukommt ein Fürst..., der letztendlich ein Villain ist, ohne den aber Chi Kuan Chun die Identität des zu jagenden Killers nicht aufdecken kann. Sie sind zur Zusammenarbeit gezwungen..., auch der Fürst ist von diesem Mann bedroht.
Sind denn dieser Mann..., diese Kämpfer, denn es sind mehrere, denn wirklich ausschließlich böse? Nun, sie kämpfen gegen einen Despoten..., sie sind also auch Freiheitskämpfer.
Doch sie wollen auch den Helden tot sehen..., der sich somit gegen sie stellt. Das macht die Storyline komplexer, als man es erwartet hätte! Die Personenfülle des Streifens tut hierzu ein übriges.
Die Zahl der bekannten Gesichter für die Eastern-Freunde ist somit groß: An der Seite Chi Kuan Chun´s steht Wang Kuan-Hsiung..., ein Gefährte des Helden, der dies solide gespielt. Stephen Tung Wai ist dessen adoptierter "Bruder"..., der gepflegte Schönling in der Eastern-Branche..., auch er ist hier nicht das, als was er zunächst erscheint.
Shaw Luo-Hui ist als Fürst und Villain überzeugend..., Yu Chung-Chiu und die bildhübsche Doris Lung runden das Ensemble ab.
Ga Hoi hat nur eine kleine Rolle als quasi Gast-Star dieses Streifens.
Die Atmosphäre ist für Eastern-Fans okay..., ein kleines Label mit überschaubaren Möglichkeiten..., doch können Kostüme und Sets weitestgehend überzeugen. Leider ist die Bildqualität nicht die allerbeste..., eine digitalisierte Fassung würde die Atmosphäre sicher steigern.
Überhaupt scheint das mit den Fassungen so eine Sache bei diesem Film zu sein. Mir liegt zum Glück die 89 minütige Fassung vor..., die im Vergleich mit der deutschen DVD- und Kino-Fassung (77 Minuten) um satte 12 Minuten länger ist. Vor allem im Endfight scheint die dt. Fassung radikal geschnitten zu sein..., das ist natürlich ein riesiges Manko.
Denn wenn man an der Spannung schneidet..., und fast den ganzen Endkampf raus nimmt....., was hat der Streifen dann noch für einen Wert?
Ich kenne das...., die dt. Kinofassung von "König der Shaolin" ("Delightful forest", siehe mein Review auf dieser website)..., wo ja fast der ganze Endkampf mit Ti Lung und Chu Mu der Schere zum Opfer fiel..., und damit der ganze Film zerstört wird. Das ist unbefriedigend..., ja ärgerlich, für den Betrachter.
Es ist somit natürlich besser, sich die lange Version anzusehen, was Wunder.
Denn die KungFu-Action ist gelungen..., lebt insbesondere vom Können Chi Kuan Chuns.
Klassische Techniken..., variable Choreographien, eine gut mitgehende Kamera..., rasantes, dynamisches, intensives KungFu...., nicht immer hochklassig im Verlaufe des gesamten Films..., aber den geneigten Fan des Genres insgesamt überzeugend.
Der Endfight..., die Golden-Mask-Fighters stellen sich Chi Kuan Chun entgegen..., mit fliegenden, goldenen, gezackten Wurfscheiben..., etwas tricky, aber man wollte noch etwas anderes bieten, als die vielen, klassischen Schlag-Block-Fights zuvor.
"Shaolin - Eine Faust die tötet"..., kein Meilenstein des Genres..., aber ein guter Eastern für "zwischendurch"...., mit überraschend komplexer Story..., einem interessanten Gewirr an Intrigen und Figuren..., und viel klassischer KungFu-Action mit einem Könner des Metiers, Chi Kuan Chun, im Zentrum.
Das reicht für 6,5/10 Punkten in meiner Bewertung.