Was passiert, wenn man die Coen-Brüder die ‚Odyssee’ von Homer verfilmen lässt?
– Sie verlegen sie an den Mississippi zur Depressionszeit und machen die Geschichte noch abgedrehter, als sie von Grund auf ist!
Ulysses Everett McGill (George Clooney) und zwei unterbelichtete Kumpane (John Torturro, Tim Blake Nelson) flüchten bei der Zwangsarbeit vor dem Knast. Er verspricht ihnen, sie zu einem Goldschatz zu führen - die Beute aus einem früheren Überfall. Aber bis dorthin ist es noch ein langer Weg und es gibt viele haarsträubende Abenteuer im ländlichen Mississippi zu erleben! So trifft man auf einen schwarzen Gitarristen, der seine Seele an den Teufel verkaufte, der die 3 Häftlinge zu Musikstars macht, Sirenen, einen Zyklopen (herrlich: John Goodman), eine KuKluxKlan-Parade und noch vieles vieles mehr! Und zu alledem ist ihnen auch ständig der Staatsanwalt auf den Fersen...
Scheinbar einfache Geschichten, mit vielen abgedrehten Einfällen und sympathisch-schrullige Charaktere, dass sind mittlerweile Markenzeichen der Coens geworden! Aber noch kein Film der beiden war so verrückt wie dieser!
Der Film lebt von seinem genialen Drehbuch, der ruhigen Regie, den überragenden Schauspielern und seinem tollen Soundtrack! Die Mischung aus Worksongs und Country ist die ideale Untermalung der ‚Odyssee’.
Wie die drei Trottel durchs Land streifen und durch ihre Begegnungen langsam das Ziel aus den Augen verlieren ist einfach göttlich – und wie immer gibt es auch in diesem Coen-Film fast ausschließlich Loser – aber sympathische!
Als Fazit: Nie war ein Coen-Film abgedrehter und somit zählt ‚O Brother, Where Art Thou’ zu den Besten Werken der Brüder! Anschauen und Bauchschmerzen kriegen vor Lachen!
„Stück Ratte!?“