Wenn zwei Komiker wie Jay Leno und Pat Morita zusammen in einem Film gegen Bösewichte kämpfen, kann das nur im Chaos enden. Genau das scheint wohl die Absicht von Regisseur Lewis Teague gewesen zu sein, als er sein Actionwerk inszenierte.
Entstanden in den späten 80ern vertritt Detroit City klar das Genre der Klamaukaction, die zu dieser Zeit mehr als üblich war. Dabei spielt Jay Leno den Detroiter Cop Tony Costas. Als ein ehemaliger Kollege von ihm auf einem Schrottplatz erschoßen wird, mischt er sich unerlaubterweise in die Ermittlungen ein. Schnell muß er herausfinden, dass es sich um ein internationales Verbrechen handelt. Einige japanische Kriminelle haben den geheimen Prototyp eines Turbochargers geklaut, um ihn an eine Autofirma in Detroit zu verscherbeln. Hier kommt der japanische Inspektor Fujitsuka Natsuo (Pat Morita) erstmals ins Spiel, der versucht, die Gangster zu schnappen. Tony und Fuji kommen sich dabei ständig in die Quere, versuchen sich gegenseitig auszubremsen...bis sie schließlich feststellen müssen, dass sie am selben Fall arbeiten. Trotz Widerworte der Vorgesetzten treten sie gemeinsam an, um die Gangster auf eigene Faust zu erlegen.
Zuallererst sei gesagt, dass Detroit City wohl objektiv und kritisch gesehen bestenfalls ein mittelmäßiger Film ist. Weder ist die Story besonders neu, noch lassen sie einige Plotlöcher übersehen. Manche schauspielerischen "Leistungen" sind auch unfreiwillig komisch. Dennoch ist Detroit City lustig anzusehen, zumindest für Fans der 80er Jahre Actionkomödien. Es ist schon irgendwie amüsant den beiden Clowns Morita und Leno zuzusehen, wie sie immer und immer versuchen sich gegenseitig in Wortgefechten zu übertreffen, sich aus den bremslichsten Situationen winden und in immer wieder neue Auswegslosigkeiten rutschen. Einige Gags sind recht gelungen und die für 80er Jahre typischen Actionsequenzen, wie einige kleine Shootouts oder Autoverfolgungsjagden sind zumindest für damaligen Standard ordentlich inszeniert. Natürlich kann ein Film wie Detroit City dem heutigen Standard nicht mehr das Wasser reichen, und bis auf eine kleine Zielgruppe wird der Film auch keine großen Fans finden. Fans von Slapstick- und Actionkomödien der 80er sei dieser Film jedoch sehr ans Herz gelegt, denn sobald man keine allzuhohe Erwartungshaltung hat und nicht alles an dem Streifen so ernst nimmt, wird man herrlich und kurzweilig unterhalten. Leno spielt seinen Part zwar nicht meisterlich, schafft es aber trotzdem gekonnt zu unterhalten. Moritas verzweifelte Versuche gehen zwar zum größtenteil in die Hose, doch auch hier kann man sich ab und zu ein Schmunzeln abringen. Der Rest der Schauspieler ist bestenfalls Durchschnitt, was aber keine große Rolle spielt, da diese im Vergleich zu den zwei "Superbullen" weniger häufig vorkommen.
Abschließend ist zu sagen, dass der Film objektiv beleuchtet wohl höchstens eine 6 von 10 verdient hätte, aber persönlich ist Detroit City einer meiner Lieblingsfilme geworden, der auch beim mehrmaligen Anschauen immer noch lustig ist.
Ein simpler und harmloser Spaßmovie, der nicht wirklich ernstzunehmen ist. Fans werden ihren Spaß dran haben, der Rest gönnt sich lieber einen anderen Film.