Da stecke ich lieber in der "Rush Hour"
Was machen Meister Miyagi und Jay Leno gemeinsam in einer Actionkomödie? Tja, den Prototyp eines japanischen Superchargers in Detroit suchen! Zwischen Gangstern, eingestürzten Häuserfassaden, Verständigungsproblemen und Vorurteilen. Doch am Ende sind beide beste Buddys, Leno hatte seine berühmte Late-Night-Show und Pat Morita hat sich mal so richtig schön blamiert. Ich hoffe alle Beteiligten hatten zumindest Spaß beim Dreh, denn Erfolg war dieser Buddy-Cop-Comedy nicht ansatzweise beschieden. Man versteht schnell warum. Detroit ist immer ein nettes, verfallenes Setting und zwischen den zwei ungewöhnlichen Helden herrscht durchaus Chemie - nicht nur angetrunken. Doch im Endeffekt kommt ein seichter Slapstick-Actioner dabei heraus, der fast so schlecht ist, dass er wieder Spaß macht. Ähnlich wie Moritas Dancing-Skills. Oh Yeah!
Mit dem Charme einer TV-Komödie gibt es ein paar Verfolgungsjagden, Kloppereien und eine überragende finale Aktion des Karate Kid-Meisters, der bis dato eigentlich gar kein Karate kann im Film und dann plötzlich den Hauptbösewicht mit einem Satz durch die Frontscheibe eines fahrenden Autos kickt... Muss man sehen um laut zu lachen! Der schmalzige Synthie-Pop-Soundtrack ist noch mit das beste am Film und das Charakterkinn Jay Leno musste sich nicht wundern, warum er danach keine Hauptrollen mehr bekam. Gute Schauspieler sehen anders aus. Charisma war immerhin schon vorhanden. Der Film ist wie ein Unfall: mal "Lethal Weapon", mal "Police Academy", mal "Rush Hour"-Vorgänger. Man kann kaum nicht hingucken. Ich habe euch gewarnt!
Fazit: komplett in den 80ern hängen geblieben, ist dieser "Rush Hour" für Arme ein Kleinod, das eigentlich nur für Hardcore-Leno-Fans zu empfehlen ist. Verdient vergessen zu werden, hat er allerdings auch nicht!