Es ist keine Frage, wenn man in die Niederungen der deutschen Komödie der 70er und 80er Jahre absteigt, muss man leidensfähig sein. Normalerweise haben Filme im Verleih der Lisa Film allerdings oft das Kunststück hinbekommen, dass sie so gnadenlos schlecht und dämlich sind, dass sie schon wieder fantastisch unterhalten können. Nichts für Feingeister, aber etwas für Fans gut abgehangenen Trashs auf jeden Fall.
Nur ist dieser Film eben keine klassische Lisa-Film-Produktion, auch wenn er sich inzwischen in deren Portfolio befindet, sondern ein Produkt der zu Recht in Vergessenheit geratenen CTV72 Film- und Fernsehproduktion. Während im Vorspann der Lisa Filme bei vielen Namen hinter der Kamera gleich die Glocken klingeln, war hier eher Verwunderung darüber angesagt, dass die Namen einem so gar nichts sagten.
Nicht ohne Grund. Gegenüber diesem Film und den Machern sind sämtliche Lisa Film Produktionen Oscar-Anwärter. Noch dämlicher, platter, schlechter umgesetzt und gespielt? Dieser Film hat es hinbekommen, dabei aber nicht die Kurve gekriegt, dass es dabei wieder unterhaltsam werden würde. Eher zum Fremdschämen. Es wundert nicht, dass dieser Film scheinbar die filmische Karriere des Regisseurs beendete.
Man weiß gar nicht so man anfangen soll. Bei dem grenzdebilen Drehbuch, einer Geschichte, die Grundschüler innovativer und spannender schreiben könnten und bei dem kein Gag zu platt ist und tatsächlich eine Essenschlacht zweier alter Herren am Abendbrottisch ein Gipfel der Komik ansieht? Völlig überforderte Schauspieler, wo ein Michael Schanze Thomas Gottschalk im Vergleich wie Al Pacino wirken lässt? Und dabei ist er noch nichtmals der schlechteste der Mimen in diesem Stück. Man fragt sich, mit was Gunther Philipp eigentlich bestochen wurde.
Der Film funktioniert auf keiner Ebene. Auch als Liebesgeschichte taugt er nicht, weil niemand nachvollziehen kann, wie sich der Held in eine der unsympathischsten Filmheldinnen überhaupt verlieben kann. Ach ja, weil es im Drehbuch steht. Nun denn.
Es gibt einen Grund, warum dieser Film in der Jugend in den Dritten Programmen nicht rauf und runter gespielt wurde, wie die anderen Gassenhauer der teutonischen Humorskunst. Er ist selbst den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten zu schlecht.