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Irgendwann in der Zukunft. Auf der Erde ist Nahrung Mangelware, auf dem Saturnmond Tethys wird an der Problemlösung geforscht. Alex und Adam, die beiden Bewohner der Station „Saturn 3“, bekommen eines Tages Besuch von Captain Benson. Der schleppt einen Roboter namens Hector mit, um die Arbeit zu beschleunigen.

Der von Stanley Donen inszenierte SciFi-Film kommt mit durchaus prominenter Besetzung daher. Kirk Douglas, Harvey Keitel und Farrah Fawcett vor der Kamera, dazu ein Soundtrack von Elmer Bernstein. Kann das schiefgehen? Spoiler: Ja, kann es.
Die Geschichte schleppt sich nach eigentlich noch hoffnungsvollem Beginn über die nicht mal 90 Minuten Laufzeit dahin. Ohne Höhepunkte oder eine Spannungskurve. Auch fehlt es ihm an dem Interesse an seinen Figuren, diese bleiben zweidimensional. Was nicht so schlimm wäre, wenn sonst wenigstens irgendwas los wäre.
Adam ist ein Lustgreis, Bensons Antrieb ist platt und Alex hüpft halbnackt durch die Kulissen, wenn sie nicht gerade kreischt oder als Spielball der Hormone beider Herren fungiert. Da helfen auch die bekannten Mimen nicht mehr. Was die da auf der Station seit drei Jahren genau treiben, weiß am Ende auch niemand. Generell ist das Drumherum dem Skript ziemlich egal, man schaut einfach drei Leuten und einem Roboter zu, wie sie sich gegenseitig auf die Nerven gehen. Dabei komme ich auch einfach nicht darüber hinweg, wie bescheuert Hectors „Kopfpartie“ aussieht. Wie ein Schrumpfkopf auf einem Mech-Anzug.

Bernsteins Soundtrack geht in der nervigen Soundkulisse unter, bei der alle Nase lang was piepsen, brummen oder sirren muss. Da hilft auch die eine oder andere kleine splatterige Einlage nichts, wirklich in Schwung kommen will die Chose hier nicht. Dabei ist das Design der Station selbst gar nicht mal so schlecht, die Gänge wirken im blauen Licht ansehnlich und das Set wirkt sogar recht weitläufig.
Was die Effekte angeht, so sollte man nicht annähernd in Regionen wie „2001“ oder „Star Wars“ (die beide älter sind) erwarten. Trotzdem schwanken sie zwischen ganz nett und billig. Wo allerdings die 10 Mio. Dollar Budget gelandet sind, ist schwer auszumachen. Laut Donen war der Roboter teurer als erwartet, überzeugend ist er letztlich nicht geraten.

„Saturn 3“ ist eine fade Angelegenheit geworden. Trotz manch nettem Effekt, etwas roter Suppe und den bekannten Namen herrscht hier dank eines uninspirierten Skripts und einer unentschlossenen Inszenierung galaktische Langeweile.

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