Review

Im Grunde Nachklapp zu der mehr oder minder offiziellen Three Superguys series, die mit Zwei Teufelskerle auf dem Weg zur Grünen Hölle (1973) gestartet und mit jeweils Zwei Teufelskerle auf dem Weg ins Kloster (1975) bzw. Zwei Teufelskerle auf dem Weg nach Istanbul (1976) fortgesetzt und eigentlich auch beendet ist, wenn man denn diese lose Zuordnung überhaupt gelten lassen mag. Dabei erinnert der nunmehrige Abschluss, zu Beginn 1977 in der Türkei, erst geschlagene acht Jahre später dann auch im Deutschen Raum auf Video aufgeführte Film stark an den direkten Dritten Teil, was durch gleichsame Besetzung mit Alberto Dell’Acqua, dem ausführenden Regisseur Natuk Baytan und der sowieso übernommenen Geschichte mit nur unwesentlich anderen Voraussetzungen gegeben ist. Wieder wird sich relativ beliebig mit- und gegeneinander durch die Räume geprügelt, steht das leidige Geld als oberstes Motiv eines ansonsten nicht vorhandenen Plots ganz offen im Vordergrund und sich die Witze, zumindest in der deutschen Synchronisation von eher niederem, auf Dauer durch schlichte Penetranz auch entnervendem Geist. Überhaupt ist die wenige Klasse und die Luft bald leider raus:

Wegen notorischer Geldarmut und viel zu großer Familie unterschlägt der alternde Kassierer Cafer [ Öztürk Serengil ] einen Millionenbetrag, wofür er zwar in das Gefängnis wandern muss, aber die Beute zuvor in ein sicheres Versteck gebracht hat. Entsprechend dessen steht er im Visier der Trickbetrüger Arti Smarti [ Roberto Dell’Acqua ] und Omer [ Tarik Akan ], die sich schleunigst ebenfalls in den Bau einbuchten lassen und sich bald mit dem gleichso einsitzenden Ali [ Bek Imamverdi ] an den Opa und sein Geld heranpirschen. Dass auch die Mafia hinter dem ominösen Koffer her ist, macht die Sache selbst nach geglückter gemeinsamer Flucht nicht einfacher.

Die Ausgangsidee mit dem MacGuffin, der hier gar ausnahmsweise Hand und Fuß und seine Gedanken dahinter hat, stellt dabei natürlich nur den Anfang für allerlei Tricks und anderen Fallen der diversen, stetig gegen- und nur zum Schein miteinander arbeitenden Parteien dar. Ein meist hohles Gekloppe, welches hier und da seine kleineren Stunts und körperlichen Ertüchtigungen der schon sportiven Darsteller beweist, aber über die gesamte Laufzeit durch das leere Nichts dahinter sicher nicht lange interessiert. Zudem wird die Produktion, ein rein türkisches Geschäft, in der deutschen Videofassung leicht gekürzt und mit englischen Fantasienamen versehen, nicht wie in den Regierarbeiten Baytans zuvor noch mitten in der Gesellschaft, sondern zu schnell in einem überaus hässlichen, aus abgewetzten braun-gelb Tönen verhangenen Sumpf von lauter Innenräumen gesetzt. Ein abstoßendes Dekor, in der das nunmehr schon auffällig schäbige Verhalten der drei Anti-Helden nicht gerade gewinnt.

Denn wie auch in der Krimiplotte im Gangstermilieu zuvor wird sich hier nicht bloß mit Fäusten, sondern mit Lügen und Betrügen und Hereinlegen schon alle naselang begnügt, ist die Freund- oder wenigstens Partnerschaft keine Sekunde Überlegung und angesichts des Geldes auch keinen Skrupel wert. Eine Ganovenehre, die keine ist und nichts zählt, und deren Irrglauben als Berufsrisiko und eigene Schuld abgetan wird. Beim schnöden Mammon, hier mit einer ebensolchen Fantasiezahl von "100 Millionen" ohne konkreter Währungsangabe auf den stattlichen Sockel gehoben, hört die Freundschaft auf, und ist auch die Familie, von denen zumindest 'Papa Jafar' nun gleich mehrere Handvoll und dies noch als Blutsverwandtschaft hat, auch nichts mehr wert.

Stattdessen gibt es vielerlei Sprüche, noch mehr Hauen und lose Witze, die entweder über die verbale Schiene (nicht) funktionieren oder die Tonspur, mit vielerlei Tröten und Pfeifen wie im Zirkus oder gleich die Gags aus der Retorte, Marke Verkleidung bis hin zur Fummeltriene bemühen. Darstellerisch ist dies immerhin ganz kantig, fast zu gut für das bald dröge Hin und Her und Hin und Weg im diffus verblichenen Einheitsbreit besetzt, ansonsten aber auch im Stil viel weniger Lebemann als bei den anderen Vertretern der 'Reihe', also mit weniger Kuss- und Bauchtanz- und Liebesszenen der Vorgänger und so rein auf die Hatz der krummen Hunde nach dem dicken Bündel Scheine belegt.

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