Blade is back. Der Daywalker zieht erneut sein Schwert um nach dem Sieg über die Götter und Dämonen der Vampire nun seine schwerste Prüfung zu bestehen. Doch ist er nicht alleine, kriegt der erste Vampirterminator der Nation Hilfe von dem redseligen Hannibal King (Ryan Reynolds) und Abigail Whistler (Jessica Biel), der Tochter des Ziehvaters Blades. Gemeinsam müssen wieder einmal eine Menge Vampire flambiert werden, um sich am Ende dem Urvater aller Vampire zu stellen...
Tja, schon an der Inhaltsangabe (in der Kürze liegt die Würze) merkt man, Handlung ist bei Blade Nebensache. Doch wer das nicht spätestens nach Teil 2 begriffen und akzeptiert hat, der wird auch Blade Trinity nicht das Geringste abgewinnen können. Komplizierter als in der Zusammenfassung wird die Story des Films von Regisseur David S. Goyer auch nicht werden, das Hauptaugenmerk liegt natürlich wieder deutlich auf Blade und seiner scheinbar unendlichen Coolness. Er und seine Visualisierung sind Mittelpunkt der gesamten Darstellung, die sicherlich die eine oder andere Logiklücke aufweist. Doch sind diese wirklich noch von Bedeutung, wenn Blade und Co einen coolen Move nach dem anderen machen, scheinbar unbezwingbar jedem einzelnen Gegner so lässig den Garaus bereiten und Kamera und Special Effects den Rest dazugeben?
Blade Trinity ist genauso wie Teil 2, und mehr noch als Teil 1 eine reine Konzentration auf eben diese Kampfszenen, ob mit Pistolen, Armbrüsten, "Laserschwertern", Klingen oder einfach mit den Händen... Blade kriegt sie alle, und das ohne Problem. Dialoge und Zwischenszenen arbeiten nur auf erneute Actionszenen hin, und die lassen nie lange auf sich warten. So kann beim Actionfan auch nur schwer Langeweile auftreten. Unweigerlich erinnert das direkt an Filme mit Vin Diesel, wie "xXx" oder "Riddick", wo der Hauptdarsteller auch wie ein Halbgott jeglicher Kampfkünste agierte. Es ist die Einstellung zu dieser Art Film, die über diese Darstellungen hinaus nicht viel zu bieten haben, die entscheidet ob man Blade Trinity verflucht oder Gefallen an ihm finden kann.
Wie schon erwähnt, der Film lebt von einem Special Effect nach dem anderen, und wenn gerade keine auftauchen, verhält sich die Kamera dementsprechend dynamisch. Die Actionszenen kann man durchaus in der Machart mit Catwoman vergleichen, nur dass sie qualitativ hochwertiger sind. Klar sieht man oft den Trick, und bei einigen Szenen wurde auch nicht viel Arbeit investiert, aber wenigstens wurde das Benutzen komplett-computergenerierter Figuren eingedämmt, das sah in Blade 2 meistens unfreiwillig komisch aus.
Der Soundtrack lässt sich dann wiederum mit Teil 2 sehr gut vergleichen, keine bekannten oder besonderen Lieder, aber für die Bilder die gezeigt werden passend, sodass man es noch leichter hat, einfach zu genießen was man sieht.
Abschliessend kann man sagen, dass jeder der Blade 1 oder/und Blade 2 mochte, auch Blade 3 eine Chance geben kann. Es ist ein durchaus gelungener >reiner< Actionfilm, der nur für die Action und Blade geschaffen wurde. Doch was man sieht ist gut und kann unterhalten, sodass man zwar am Kinoabend keinerlei geistige Kost kriegte, das Auge aber doch mit coolen Actionszenen verwöhnt wurde, die nicht auf höchstem, aber gutem Niveau sind.
Darüber hinaus wurde diesmal mit der Figur des Hannibal King auch der Komik-Faktor drastisch angehoben, der durch seine Art und die damit verbunden Sprüche immer wieder dem Publikum Lacher entlocken konnte.. eine positive Entwicklung.
7,5/10