Blade ist zurück! Und um es gleich zu sagen: Der Film ist in keinster Weise so schlecht wie in vielen Kritiken schon behauptet wurde, obwohl er nicht ganz die Klasse seiner Vorgänger erreicht.
Der Film beginnt mit einer Verfolgungsjagd in der Blade's Auto endlich einmal richtig zum Einsatz kommt und nicht nur als schmückendes Beiwerk wie in den ersten zwei Teilen präsentiert wird. Dieses Tempo wird eigentlich den ganzen Film über gehalten. Bis auf ein paar ruhigere Szenen ist immer Action angesagt. Neben Blade macht dabei vor allem Jessica Biel eine gute Figur, der man ansieht, dass sich das monatelange Kampf- und Fitnesstraining bezahlt gemacht hat. Sie schießt und prügelt sich durch die Actionszenen, dass es nur so eine Freude ist, ihr zuzusehen.
Dem 3. Teil der Bladesaga ist allerdings ein Großteil der düsteren Atmosphäre der beiden Vorgängerfilme abhanden gekommen, weshalb er etwas aus dem Gesamtbild zu fallen scheint. War im zweiten Teil eigentlich nie Tageslicht zu sehen, spielt sich hier fast die komplette Handlung am Tag ab. Die supermodernen Waffen der "Nightstalkers" wollen auch nicht so recht ins Blade-Universum passen und wirken doch leicht deplaziert.
Kommen wir jetzt zum größten Kritikpunkt des Films: Die Figur des Hannibal King. Den ganzen Film über sagt er keinen einzigen Satz, der nicht irgendwie lustig oder cool rüberkommen soll. Das mag anfangs ja noch ganz amüsant sein, aber nach einer Weile geht einem der Kerl so richtig auf den Sack, da sein ganzes Getue auch ziemlich unrealistisch erscheint. Hier sind die Macher des Films ziemlich über das Ziel hinausgeschossen, Blade einen Partner zur Seite zu stellen, der für ein paar Lacher sorgen soll.
"Blade: Trinity" ist ein gelungener Abschluss der Trilogie, der die fehlende Atmosphäre mit ertklassigen Actionszenen wieder ausgleicht. Jessica Biel macht in ihrer Rolle eine gute Figur, während man auf den Charakter des Hannibal King in dieser Form auch hätte verzichten können. Aber dafür ist Blade in diesem Film so cool wie nie!