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Es ist erschreckend, mit ansehen zu müssen, wie in Blade: Trinity die ersten beiden Teile ins Lächerliche gezogen werden. Das beginnt bei den verwendeten Waffen und endet bei dem Fußvolk in der Basis der Vampire, das aussieht, als wäre es gerade dem Todesstern von Star Wars entsprungen. Leider ist das Outfit nicht das einzige, was von anderen Filmen kopiert wurde. Einige Szenen und Teile der Story erinnern stark an die Matrix-Reihe oder X-Men. Dem Film fehlt jegliche Originalität. Manche Teile der Story sind vollkommen überflüssig, wie z.B. die Medienkampagne gegen Blade und sämtliche Auftritte des FBI.
Man sollte bei einem Film dieser Art natürlich von vornherein nicht allzuviel Logik erwarten, aber hier mangelt es auch an innerer Logik und noch schlimmer: an Konsistenz mit den Vorgängern. Es ist kaum zu glauben, daß das Drehbuch vom selben Autor stammt. Vielleicht hätte er sich besser auf das Schreiben konzentriert, als auf die Regie.
Dracula als Hauptgegner für den dritten Teil ist zwar an sich kein schlechter Gedanke, aber seine Darstellung und sein Anteil an der Story sind leider erschreckend schwach. Die führenden Vampire bleiben gleichfalls ziemlich blaß. Dasselbe gilt für Blades Kampfgenossen. Hannibal und seine Sprüche sind nicht komisch, sondern einfach nur vulgär, und Abigail ist so unbedeutend, daß es eigentlich egal wäre, ob sie dabei ist oder nicht.
Letztendlich bleibt im ganzen Film nur ein Lichtblick: Wesley Snipes. Seine Verkörperung von Blade ist das einzige, was diesen Film überhaupt erträglich macht. Insgesamt betrachtet ist das aber nicht genug.
(4/10)

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