Review

Mit "Blade: Trinity" kommt nun der Abschluss Daywalker-Saga, diesmal unter der Regie von David S. Goyer, der sich bisher für die Drehbücher verantwortlich zeigte und auch hier die Story schrieb.

In der irakischen Wüste findet eine Gruppe von Vampiren unter der Führung von Danica Talos (Parker Posey) Draculas Ruhestätte (hier wird er dann zeitgemäß "Drake" genannt). Er soll wieder zum Leben erweckt werden, damit mit siener Hilfe die Menschheit endgültig unterworfen werden kann. Um ihren Plan ohne der Störung von Blade (Wesley Snipes) durchführen zu können, legen sie ihm eine Falle und starten eine Hetzkampagne, so dass Blade fortan als Serienkiller statt als Retter der Menschen gesehen wird und nun gnadenlos vom FBI gejagt wird. Blade verbündet sich mit einer Gruppe menschlicher Vampirjäger, unter Führung von Hannibal King (Ryan Reynolds) und Abigail (Jessica Biel), um den Plan der Vampire zu vernichten.

Auch in Teil drei ist die Story wieder spannend geworden, zumal "Trinity" der letzte Teil der Serie ist und man somit nicht weiß ob er gut oder schlecht für Blade ausgeht. Wie in den vorrangehenden Teilen ist auch hier wieder gut Action und Tempo angesagt. Expolsionen, Verfolgungen, Prügeleien und Schießereien werden auch hier wieder geboten, was das Fanherz schneller schlagen lässt. Blade stotzt nur so vor Coolness und darf auch hier wieder sein Martial Arts Fähigkeiten unter Beweis stellen. Aber auch Jessica Biel (spielt Vampirjägerin Abigail, Whistlers Tochter) und Ryan Reynolds (Hannibal King) schlagen sich wacker. Wrestlingstar Triple H ist hier in einer Nebenrolle als Vampirschläger zu sehen und darf ebenfalls gut austeilen. Am Ende darf dann natürlich das Schwertduell nicht fehlen, auch hier ist es wieder gut inszeniert.

Wesley Snipes spielt seine Rolle wieder gewohnt großartig und extrem cool, er ist halt die ideale Bestzung für "Blade".
Aber auch Ryan Reynolds und Jessica Biel können als menschliche Vampirjäger überzeugen, wobei Dominic Purcell (als Drake) leider eine Fehlbesetzung ist. Dracula war schon von je her ein charismatischer Bösewicht und sollte so auch in "Blade" dargestellt werden, doch leider entschied man sich für einen hierfür absolut untalentierten Darsteller, die seine Figur sprichwörtlich nicht zum Leben erwecken konnte.

Auch die Inzenierung von David S. Goyer weiß zu gefallen, er hält sich von der optischen Gestaltung wieder mehr an Teil eins (Regie Stephen Norrington) als an Guillermo Del Toro´s exzellenten düsteren gothichaften Look von Teil 2. Das ganze ist also wieder etwas natürlicher und unterkühlter, was aber letzendlich zur Story passt. Auch die visuellen Ideen von Norrington wurden von Goyer naherzu 1:1 übernommen (z.B. Zeitraffersonnenwanderungen), was aber nicht als negativ angesehen werden soll, sondern wie erwähnt dazu dient, dass nach dem überstylten zweiten Teil wieder eine Brücke zum ersten aufgebaut werden soll.

Goyer´s Regieerstling ist trotz kleiner Schwächen (Drake-Darsteller Dominic Purcell, die letztlich doch etwas dünne Story) ein würdiger Abschluss der "Blade"-Trilogie. Der Film ist durchweg spannend, unterhaltsam und actionreich, auch wenn er nicht an die beiden vorrangehenden großartigen Teile herranreichen kann.
8 von 10 Punkten

Details
Ähnliche Filme