Eine der brutalsten und coolsten Filmtrilogien geht ihrem Ende entgegen: BLADE. Und zu diesem Anlass wollte es Regisseur David S.Goyer nochmal so richtig krachen lassen und bei einem 65 Mio.$-Budget kann man das auch eigentlich erwarten.
In „Blade: Trinity“ kämpft der legendäre Daywalker (perfekt verkörpert von Wesley Snipes) gegen den Obervampir Dracula, kurz Drake, den ein paar Vampire ausgebuddelt haben, um Blade endlich zur Strecke zu bringen. Doch er hat noch ganz andere Probleme. Bei einem Hinterhalt tötet Blade versehentlich einen Menschen und leitet somit eine groß angelegte Schmutzkampagne von Medien und Polizei gegen sich ein. Na toll, jetzt hat er nicht nur die Vampire, sondern auch die Menschen gegen sich. Nachdem er in seinem Versteck gefangen genommen wurde und sein Mentor Whistler im Kugelhagel ums Leben kam (wie oft eigentlich noch???), wird er ins Polizeirevier gebracht. Bevor er dort völlig erledigt wird, befreien ihn die sogenannten „Nightstalkers“ in Person von Abigail Whistler, der sexy Tochter von Blades totem Mitstreiter, sowie dem sprücheklopfenden Hannibal King. Mit ihnen verbündet sich der Daywalker, um seinem größten Feind endgültig den Garaus zu machen.
Der dritte Teil der Blade-Reihe ist sicherlich der schlechteste. Das liegt zum einen daran, dass die Action nicht mehr so spektakulär und kompromisslos ist, zum anderen weil der Film komisch sein will, es aber kaum ist. Die nervtötenden Machosprüche von King sind so dermaßen sinnentleert und blöd, dass man sich ernsthaft fragt, wie überhaupt jemand soviel Bullshit auf einen Haufen labern kann. Auch Wesley Snipes bleibt verhältnismäßig blass, was daran liegen mag, dass den Nebendarstellern viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird als ihm. Das legt die Vermutung eines Spin-Offs für die Nigtstalkers nahe, was wir angesichts dieses Machwerks keinesfalls hoffen wollen. Das Ende ist zwar nicht endgültig und auf einen vierten Teil darf gehofft werden, dann aber bitte mit besserer Story und Darstellern. „Drake“ (Dominic Purcell) ist derart uncharismatisch, dass man sich fragt, warum man nicht einfach irgendeinen etablierten Schauspieler dafür genommen hat!
Noch eine Anmerkung: Wer nichts gegen eine Armbrust, deren Laserstrahl halb so heiß wie die Sonne (!!!) ist, einzuwenden hat, ist bestens aufgehoben.
Alles in allem nur 4 von 10 Vampirzähnen. Schade!
Dialog“highlight“: „Bereit zu sterben, Blade?“
- „Seit meiner Geburt, Motherfucker.“
- „Motherfucker….gefällt mir…“