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Divid S. Goyer ist es zu verdanken, dass der Marvel-Comic “Blade“ in einer würdigen Trilogie auf den Leinwänden und im heimischen Kino zu bestaunen war. Nicht zu letzt die Coolness und die Rasanz der Filme machten Blade zu einem der populärsten Vampirjägern unserer Zeit.

Doch jeder Anfang hat auch ein Ende und so ist, wie es schein, mit dem dritten Teil “Blade Trinity“ Schluss.
Dieses Mal lies es sich Goyer auch nicht nehmen seinen Daywalker mal selber in Szene zu setzten. Nach Guillermo del Toro, dem wir Blade II verdanken, setzte sich der Drehbuchautor und Produzent selber auf den Regiestuhl.
Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen und hat großes Potenzial ein Kassenhit zu werden.
Worum es geht ist schnell erzählt. Blade ist wie immer auf der Jagt und äschert ein Paar Blutsauger ein, als ihm ein Fehler unterläuft. Er tötet einen Menschen. Zwar ein Sklave der Vampire aber dennoch ein Mensch.
Was Blade nicht weiss ist, dass es dabei gefilmt wurde und durch dieses Videoband zum Staatsfeind Nummer Eins wurde.
Jetzt jagen Blade nicht nur die blutgeilen Langzähne, sonder auch noch der Rest der Welt.
Aber auch nicht mal diese Tatsache ist das Schlimmste.
Die wahre Katastrophe ist, dass diese Falle Blade nur etwas auf Trab halten sollte.
In der Zwischenzeit haben nämlich die Vampirbraut Danica und ihre Untertanen den einen, wirklich wahren Blutsauger wieder erweckt. Dracula.
Der entscheidene Kampf beginnt. Blade gegen Nosferatu.
Tatkräftige Unterstützung bekommt er dieses Mal von der next Generation, der Vampirjäger, den Nightstalkern.

Vor allem diese Unterstützung macht den Film sehr sehenswert und ist das Salz in der blutigen Suppe.
Die Newcomerin Jessica Biel, die schon in der Neuverfilmung des Texas Chainsaw Massacres eine Glanzleistung abgab, steht dem tätowierten Teufelsbraten Blade gut zur Seite. Aber auch Ryan Reynolds, als King, und ebenfalls Mitstreiter der Anti-Vampir-Einheit, haut dem bösen Pack immer kräftig eine rein.
Auch die erfrischend coolen Sprüche der beiden Helden in der zweiten Reihe, bringen den Zuschauer nicht selten zum lachen. Und auch die beachtlichen Kampfeinlagen der Beiden, bei Jessica Biel dann auch noch der Körperbau, sind absolut sehenswert.
An weiteren neuen Charakteren, auf der dunklen Seite, sind hinzugekommen: die Vampir-Braut Danica, gespielt von Parker Posey und natürlich Drake him self Dracula.
Jedoch sind die Leistungen dieser Beiden nicht selten so blutleer, wie ihre Körper. Aber gut, wer will schon sympatische Bösewichte.
Die Altbekannten wären Kris Kristofferson, als Whistler, der seine Roller wieder durchweg gut spielt und natürlich Blade.
Wobei Blade, man mag es bei Wesley Snipes kaum glaube, blass aussieht, neben seinen neuen, jungen Hilfsherifs.
Der gute Snipes verliert an Schneid. Jedoch tut das dem ganzen nichts ab.
Und auch die Regie wurde ganz ordentlich geführt. Etwas am Stil von MTV orientiert, mit sehr guter, bis bombastischer Musik unterlegt, mit schnellen Schnitten und teils schönen aufnahmen. Die Kamera und die Schnitte erinnern teilweise an den ersten Teil.

Im großen und ganzen kann man sagen, dass die Story an sich besser, als die von Blade II, jedoch trotzdem nur durchschnittlich ist, die Schauspieler sehr überzeugen, jedoch in Einzelfällen abgenommen haben und die Effekte ziemlich gut anzusehen sind. Nötig Witz lässt alles zusammen sehr gut aussehen und somit ist Blade Trinity gute Unterhaltung.

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