Würdiger Abschluss der "Blade"-Triologie, dieses Mal mit Unterstützung von Jessica Biel und Ryan Reynolds.
Story:
Blade kämpft weiterhin gegen die Vampire. Da die langsam Verzweifeln, erwecken sie Obervampir Dracula wieder zum Leben, der den Daywalker ein für alle Mal ausschalten soll. Drake - wie er sich jetzt nennt - könnte in der Tat ein ernst zu nehmender Gegner sein, da er nur durch ein spezielles Serum vernichtet werden kann. Hilfe erhält Blade dabei von einer Gruppe, die sich "Nightstalker" nennt, angeführt von Hannibal King (Ryan Reynolds), einem Ex-Vampir und Abigail Whistler (Jessica Biel), Tochter von Blade's Kumpel Whistler.
"Blade:Trinity" knüpft nahtlos an seine beiden Vorgänger an und stellt dem wie immer souverän, ohne jegliche Mimik spielenden Wesley Snipes zwei mehr oder weniger gleichberechtigte Partner zur Seite. Zum einen wäre da Ryan Reynolds, der den Comedy-Sidekick geben darf und eher mit derben Sprüche denn mit Kampfakrobatik auffällt. Im Gegesatz dazu Jessica Biel, die die abgeklärte Kampfamazone spielt und ihre Sache mehr als ordentlich macht. Wäre wünschenswert, wenn ihr Charakter ein Spin-off erhalten würde, das etwas näher auf ihre Herkunft eingeht, ohne natürlich ein langweiliges, fast schon autobiographisches Werk a la "Elektra" abzuliefern.
Einen kleinen Minuspunkt bekommt der Film für die wie immer zahlreichen CGI-Effekte, die zwar alle klasse aussehen, sich aber technisch gesehen seit dem Erstling 1998 nicht wirklich weiterentwickelt haben, sprich das Ableben der Vampire sieht noch genauso aus wie im ersten Teil.
Dafür bleibt "Blade" auch weiterhin die brutalste und düsterste Comicverfilmung, die jemals über eine Kinoleinwand geflimmert ist. Dabei geht's nicht mal übermäßig blutig zur Sache, nur in manchen Szenen spritzt mal der rote Lebenssaft. Trotzdem definitv nichts für Kinder und "Spiderman"-Fans. Dennoch hat mir der zweite Teil persönlich noch ein bisschen besser gefallen, da dort die Atmosphäre noch einen Tick düsterer war und das Geschehen so noch packender präsentiert wurde.
Fazit: Auch Teil 3 kann man sich ruhigen Gewissens in die Sammlung stellen. Ein vierter Teil sollte jetzt aber nicht mehr folgen, da dieser qualitativ eh nicht mehr besser werden könnte. Dann lieber wie schon erwähnt ein Spin-off mit "Abigail".
9 von 10 Punkten