Review

Blade geht nun also in die dritte Runde. Um den ganzen Treiben um den Daywalker frischen Wind zu geben wurden diesmal einige Änderungen vorgenommen.
So muss sich Whistler diesmal endgültig verabschieden, dafür tritt eine neue Gruppe, die Nightstalkers, allen voran Jessica Biel und Ryan Reynolds, auf den Plan. Auch verzichtete man im dritten Teil fast komplett auf die ernste, düstere Atmosphäre welche die vorherigen beiden Teile noch ausgezeichnet hatte. Statt dessen wurde diesmal mehr Wert auf Coolnes und natürlich wieder auf Action gelegt.
Doch all diese Änderungen waren wohl für einige ein bißchen zu Viel des Guten, so das viele eingefleischte Fans mit Blade Trinity nicht mehr viel anzufangen wussten, und der Film dementsprechend auch mit einigen negativen Kritiken abgestraft wurde.
Allerdings kommt Blade Trinity dabei schlechter Weg als es der Film verdient hätte.
So bietet Blade Trinity, wie seine Vorgänger, exzellent inszenierte, mit cooler Musik unterlegter Action, vorzugsweise in Form von Kampfszenen aber beispielsweise auch einer sehr gelungenen Verfolgungsjagd zu Beginn des Films. Leider wurden diese Actionszenen im Vergleich zu den Vorgängern etwas schnell geschnitten, wodurch hier und dort mal ein Detail verloren geht. Dennoch wirken die Schnitte nie hektisch und man kann das Kampfgeschehen immer noch gut mitverfolgen.
Auch sind die neuen Figuren um Blade herum nicht so mies wie sie immer gemacht werden. Natürlich wäre es besser wenn Hannibal King (gespielt von Ryan Reynolds) sich den ein oder anderen Spruch verkneifen würde. Doch sind ein, zwei Kommentare sind zumindest einen Grinser Wert, und ins Lächerliche rutscht der Film dadurch auch nicht ab. Auch Jessica Biel weiß positiv zu überraschen und besticht nicht nur als Blickfang, sondern weiß ihre Rolle als Whistlers Tochter souverän zu meistern. Leider bleibt diesmal Wesley Snipes in seiner Paraderollle als Blade etwas blaß, vielleicht hätte man ihn doch noch etwas mehr in den Vordergrund stellen sollen. Vor allem Dominic Purcell, der die Rolle des Drake übernimmt, fehlt die nötige Ausstahlung, so das er zu keinem Zeitpunkt die Klasse seiner Vorgänger erreicht.
Die Tatsache das Blade Trinity nicht mehr so düster wie seine Vorgänger ist, fällt nicht wirklich negativ ins Gewicht. Zu einem wirkt die Coolnes nie aufgesetzt, zudem rutscht der Film auch außerhalb der (nicht immer ganz überzeugenden) Kommentare von Ryan Reynolds nie ins Lächerliche ab.
Allerdings hätte man bei Blade Trinity versuchen müssen etwas mehr auf die Figuren einzugehen, so werden diese durchwegs viel zu oberflächig behandelt. Der Zuschauer kann dadurch wahrlich zu keiner Figur eine echte Bindung aufbauen. Zudem hätte man das Drehbuch nicht unbedingt auf das Nötigste beschränken müssen.

Doch trotz aller Schwächen ist die harsche Kritik an dem Film überzogen. Blade Trinity weiß wie seine Vorgänger über die gesamte Spielzeit zu unterhalten und ist ein würdiger Nachfolger der ersten beiden Teile.

Details
Ähnliche Filme