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Trotz des martialischen Titels verbirgt sich hinter „Slayer“ ein kleiner, für Fans ganz unterhaltsamer B-Actioner.
In einer kurzen Texteinblendung erfährt der Zuschauer, dass die Fischer auf einer kleinen Insel nach Überfischung ihrer Gewässer auf ein anderes Geschäft umsteigen mussten: Waffenschmuggel (logisch, oder?). Und von eben diesen Schmugglern sieht man am Anfang zwei Gruppen; die eine lauert der anderen auf und pustet diese mal eben um, um an deren Waffenladung zu gelangen. Eines der Opfer kann entkommen, wird aber einige Filmminuten später auf seinem eigenen Hof perforiert, womit alle Klischees vom tumben Hinterwäldler mit Schrotflinte in der Hand bestätigt wären. Aber immerhin gibt’s am Anfang einige blutige Einschüsse zu bewundern.
Zwischendurch treten noch einige Pfadfinder auf, die lustig durch die Pampa des Eilands stampfen. In einer kleinen Hütte finden sie prompt auch die am Anfang eroberten Waffen und verstecken auch eine Kiste. Dann marschieren die Naturburschen zurück ins Lager – allerdings lassen sie eine Karte zurück. Hui, damit hätte der ungemein gerissene Drehbuchautor schon einige tapfere Jungs in Gefahr.

Das Ende vom Lied: Die Bösewichte finden die Karte, suchen das Lager und pusten mit bewährter Hinterwäldler Einstellung alles um, was ihnen vor die Flinte kommt. Lediglich die drei Finder der Waffen und zwei jüngere Pfadfinder können entkommen, doch sie werden von den Schmugglern unerbittlich über die Insel gejagt...
Wer sich „Slayer“ ansieht, erwartet mit Sicherheit nur einen hirnlosen B-Actioner ohne große Ambitionen – und genau das bekommt man dann auch. Dabei ist der Plot nur bedingt spannend, denn viele Wendungen (wie z.B. Trennung der Gruppe oder die Gefangennahme von zwei Pfandfindern) sind etwas konstruiert. Immerhin besitzt die Story genug Tempo, um nicht langweilig zu werden.

An Action gibt es einige Feuergefechte sowie ein „naturverbundenes“ Finale, in dem die Pfadfinder sich nach bester Ewok-Marnier mit Baumfallen usw. verteidigen, zu bewundern. Die Schießereien sind nicht sonderlich akrobatisch oder innovativ, aber bieten halbwegs brauchbares Futter für den Genrefan mit einigen etwas billig gemachten, aber ziemlich blutigen Einschüssen.
Die Schauspieler kann man an sich vergessen. Corey Feldman tritt mal wieder in einer Rolle auf, die ihm in erster Linie Geld in die Geldbörse spülen soll und spielt halbwegs enthusiastisch. Die anderen Darsteller wirken eher gelangweilt, aber Meredith Salenger ist süß.

Was bleibt ist Wald und Wiesen Action für den Genrefan – für zwischendurch ganz nett, aber nicht mehr als Durchschnitt.

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