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„Some“ ist eine recht gewöhnungsbedürftige Mischung aus Mysterie und Crime-Action, die mich nicht wirklich anspricht. Auch wenn die Geschichte rund um die verschwundenen Drogen und das entscheidende Foto eigentlich recht interessant ist, dieser ganze Nebenplot rund um die Vorhersehungen passt einfach überhaupt nicht dazu. Das beides ist auch nicht wirklich harmonisch miteinander verflochten. Eigentlich hab ich ständig das Gefühl gehabt man könnte den Teil mit dem übersinnlichen ohne große Umstände auch weglassen, und die Geschichte würde (mit ein paar kleinen Änderungen) immer noch genauso gut funktionieren. Es wirkt halt einfach aufgesetzt und nur wie an einigen wenigen Punkten mit der eigentlichen Geschichte verklebt und somit ohne größeren Schaden jederzeit wieder davon ablösbar.
Hätte man sich nur auf die reine Crime-Story beschränkt und aus Suh eine einfach Reporterin gemacht, wäre der Film meiner Meinung nach zwar nicht so ausgefallen, dafür aber um einiges besser geworden. Den potential hat die Story eigentlich schon. Es bleibt ziemlich lang offen wer denn nun wirklich die Verräter und das hält den Film recht spannend. Dazu kommen gute Actionsequenzen, wie gut inszenierte Schlägereien und vor allem einige schöne Verfolgungsjagden mit tollen Kameraeinstellungen und schicken Sportwagen, die vom Stiel her fast etwas an „The Fast an the Furious“ erinnern. Einziges Manko hier sind die dämlich aussehenden, computergenerierte Unfälle. Da wollte man sich wohl aufwendige Stunts ersparen, das Ergebnis ist aber nicht zufriedenstellend.
Auch sonst sieht der ganze Film recht ordentlich aus und zeigt warum Korea sich schon längst nicht mehr hinter einem Hollywood zu verstecken braucht, aber das ändert leider auch nichts mehr daran das die Geschichte einfach nicht zünden kann.
So bleibt nur ein mittelmäßiger Crime-Film mit einem unpassenden Mysterietouch und einer guten Optik, der aber insgesamt doch eher enttäuscht.
Schade, da hätte man echt mehr draus machen können.

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