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Durch einen vorgetäuschten Unfall locken zwei als Clowns verkleidete Psychopathen Leute in ihr abgelegenes Hotel, um sie dort einen Kopf kürzer zu machen.

Hier von so etwas wie einer Story zu sprechen, wäre wohl gnadenlos übertrieben. Die hat der 20minütige Kurzfilm einer US-Musik-Combo aber auch gar nicht nötig, bedient sich das Geschehen doch lose bei „TCM“ und „House of 1000 Corpses“, um mit den angereisten, jungen Menschen ein kleines Schlachtfest zu veranstalten. Das alles selbstverständlich ohne große Vorgeschichte oder gar einem tieferen Sinn, sieht man mal von den allzu offensichtlichen Promotionzwecken ab, denn die „Handlung“ wird immer wieder von kurzen musikalischen Darbietungen unterbrochen, deren HipHop-Stil sicher Geschmacksache ist, aber angesichts des grotesken Szenarios und des reichlich verrückten Textes sehr witzig rüberkommt.

Die Höhepunkte stellen aber einmal mehr die Effekte dar, die technisch einwandfrei umgesetzt wurden, auch wenn sich die Tötungsarien hier fast ausschließlich auf Enthauptungen beschränken. Auch die irrwitzigen Rededuelle der zwei durchgeknallten Clowns sind für den einen oder anderen Lacher gut – natürlich vorrausgesetzt, der Humor des geneigten Betrachters fährt auf einer ähnlichen Schiene.

„Bowling Balls“ ist ein Film wie eine Achterbahnfahrt: Rasant, unterhaltsam – und irgendwie viel zu schnell wieder vorbei. Ein kleines, aber feines Schmankerl für Freunde des schwarzen Humors.

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