Review

Argento der Altmeisters des (Italo) Horrors unternimmt mit

„Tenebrae“

einen Ausflug in das Krimigenre.

Ob sich das Sprichwort: „Schuster bleib bei deinen Leisten“ bewahrheitet, wird im Folgenden zu klären sein.


Zur Story:

Der bekannte Kriminalromanautor Peter Neal stattet Rom einen Besuch ab, um eifrig die Werbetrommel für sein neuestes Werk namens „Tenebrae“ anzukurbeln. Doch in Rom angekommen versterben einige Personen die mit ihm zu tun hatten. Mysteriös an der Sache ist, dass alle auf die gleiche brutale Art und Weise sterben, wie in Neals noch unveröffentlichtem Roman.
Natürlich fällt der Verdacht auf Neal...

Auf jeden Fall ist die Idee der Story interessant und lässt Spannung erwarten.
Was uns Dario Argento dann filmisch vorsetzt überzeugt auf ganzer Linie. Neben einer schon von Argento gewohnten souveränen und innovativ künstlerischen Kameraführung, gelingt ihm der durchaus waghalsige Spagat zwischen Krimi und Horror. Dabei wird deutlich, dass die bewährten Bestandteile des zweitgenannten Genres, wie drückende Atmosphäre, blutige Details und nervenzerfetzende Musik, dem Krimigenre sehr zuträglich sind und eine diabolische Intensität erzeugen. Zudem gelingt es Argento die Hypothesen des Zuschauers immer wieder erneut zu wiederlegen, indem er geschickt falsche Fährten legt.
Dabei kann man mit Fug und Recht behaupten, dass Argento sich sicher und flexibel in den unterschiedlichen Genres, zu bewegen weiß. Dass andere, wie beispielsweise Lucio Fulci mit „Der New York Ripper“(Übrigens auch 1982), kläglich mit solchen Exkursen in andere Filmsegmente scheiterten, bezeugt das Können Argentos.

Fazit:
Auch der Schlenker in das Krimisegment gelingt Argento mit außerordentlichem Geschick, indem er den Blick für die wesentlichen Elemente nicht verliert! „Tenebrae“ überzeugt demnach durch Spannung, eine gute Dosis an Blut und durch eine tolle Atmosphäre.

Eine sehenswerter Film sowohl für Horror-, als auch für Krimiliebhaber!

10 Punkte

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