Generations ist im Grunde nichts anderes, als eine weitere typische US Soap. Die einzige Besonderheit zur Genre-Masse bestand lediglich darin, das es wohl die erste war, die eine Heirat zwischen Afro Amerikanern und Weißen als wichtiges Event brachte. Heutzutage ist das zwar eher Schnee von gestern, aber damals waren die Zeiten noch anders (man frage nach bei William Shatner und Nichelle Nichols, die sich in Star Trek küssen durften).
Aber auch damals war das Thema schon nicht mehr so revolutionär genug, als das man sich allein darauf verlassen konnte. Die Stories waren dazu einfach zu durchschnittlich. Im Zentrum steht dabei die Familie Marshall. Gut situiert, große Fische im Chicagoer Speiseeis Business mit schickem Haus am See. Das sind jetzt mal wieder eher Menschen, mit denen Otto Normalseher sich kaum identifizieren kann.
Es fehlt auch einfach ein wenig an einer wirklich prägnanten Figur eines J.R. Ewing. Die Quoten der Serie waren wohl auch nicht gerade umwerfend und so erlitt man Schiffbruch. Zwei Seasons sind speziell für eine Soap mit gerade mal halbstündigen Episoden nun auch nicht wirklich eine besonders langlebige Statistik. Es hat halt nicht alles das Zeug zu Dauerbrennern a la General Hospital.
4/10