Verdammt! Eigentlich war der Film „REINE CHEFSACHE“ nur als Vorwand eines „feindlichen Übergriffes“ im Rahmen eines romantischen DVD-Abends mit einer „guten“ Freundin vorgesehen. Nachdem dann in dieser Hinsicht jegliche Versuche kläglich abgeschmettert wurden, musste ich mich leider doch auf den Film konzentrieren, wodurch diese Review zustande kommt! Nun gut, legen wir den Fall unter der Rubrik „Antrag abgelehnt“ und widmen uns der Kritik des Films.
Dieser wirbt mit einer charmanten Schauspieler-Riege um den schrulligen, selbstironischen Dennis Quaid, dem smarten Nachwuchsmimen Topher Grace und der wiederum bezaubernden Scarlett Johansson. Dieses gut aufgelegte Trio führt uns durch eine Arbeitswelt, in welcher der Mensch als kleines Rädchen im Zeitalter der Globalisierung jederzeit austauschbar ist. Unter diesem Hintergrund bekommt der 51-jährige Dan (Quaid) von heute auf morgen urplötzlich einen neuen Chef (Grace) vorgesetzt, der vom Alter her sein Sohn sein könnte – und genauso verhält er sich auch, als er eine Liaison mit seiner bildhübschen Tochter (Johansson) eingeht.
Diese arbeits- und beziehungstechnischen Irrungen und Wirrungen bilden schließlich das Gerüst einer 08/15-Geschichte, wie wir sie so oder ähnlich in vielen anderen Filmen leider schon gesehen haben. Das ganze ist zwar nett anzusehen, mehr aber auch nicht, zumal sich der Regisseur Paul Weitz („About A Boy“) meines Erachtens nicht entscheiden konnte, ob er eine Satire oder Romantik-Komödie inszenieren soll!
So bleibt letzten Endes nur ein kleines Komödchen übrig, das für ein paar Lacher gut ist, auf den zweiten Blick aber niemanden mehr hinter dem weihnachtlichen Kamin hervorruft
(Anmerkung: Bei dieser Kritik sind o.g. außergewöhnliche Umstände zu berücksichtigen, die evtl. einen negativen Einfluss auf das Filmvergnügen haben könnten ;-)