Dan Foreman ist Chef der Anzeigenabteilung eines großen Sportmagazins. Ein anderes Unternehmen kauft den Verlag. Im Zuge der Fusion wird ihm ein neuer Chef vorgesetzt. Es handelt sich um Carter, der halb so alt ist wie Dan und noch dazu keine Erfahrung im Anzeigengeschäft hat. Aber wer braucht schon Erfahrung, wenn man strategisches, unternehmerisches Denken und einen Rationalisierungsplan in der Tasche hat? Nicht nur Dan fürchtet um seinen Job. Eine Kündigung wäre gerade jetzt sehr schlimm. Mit seinen 52 Jahren ist es nicht mehr so leicht einen Job zu finden, noch dazu hat ihm seine Frau mitgeteilt, dass sie schwanger ist. Als sich sein neuer Boß Carter dann auch noch mit seiner Tochter Alex trifft wird's brenzlig.
Man könnte durchaus den Eindruck gewinnen, das reine Chefsache sich über die eigene Richtung nicht so ganz einig ist. Ein wenig Komödie hier, etwas Drama dort und über allem stehen Seitenhiebe auf die moderne Geschäftswelt und ihrer Gebaren. Selbiger Plot funktioniert dabei noch am besten als der stinkreiche Mogul Teddy K (demnächst auf Tour mit Master P und Ice T) die an und für sich heile Welt einer funktionierenden Sportzeitung gehörig auf den Kopf stellt.
Im Zentrum dabei der sonst zufriedene Familienvater, dessen Frau in fortgeschrittenen Jahren plötzlich schwanger wird und der sich Sorge um die Hormone seiner Töchter macht, als Gegenpart dazu der Jungyuppie der nach der Verlagsübernahme auf den Chefposten des Anzeigenverkaufs gehievt wird und natürlich auch prompt mit Dans älterer Tochter anbändelt. Die Story wirkt dabei zwar ziemlich konstruiert, hat aber auch ihre netten Seiten.
So wirken die Figuren sehr sympathisch, man widersteht der Versuchung aus dem Jungboss das sonst übliche karriegeile Ekel zu machen, daskaltlächelnd über Leichen wandelt. Stattdessen hat jeder seine kleine Macken, die auch Otto Normalo kennt.
Natürlich kommt es wie es das Genre vorschreibt. Erst Streit und Mitarbeiterentlassung, aber später jedoch Freundschaft und Respekt. Das ist zwar alles nett anzusehen, aber zum Lachen gibt es kaum etwas. Der Humor ist zwar unterschwellig stets vorhanden, aber wirkliche Brüller hab ich keine gefunden. Alles ist irgendwie eine Stufe zu seicht, etwas mehr Biss hätte die Sache sicherlich aufregender gestaltet. So ist wie bei den Schokopralinen aus dr Werbung, leicht und fluffig, aber satt machen tuts nicht.
6/10