Review

Ich bin auf "Netz der Spinne" gestoßen, weil ich bemerkt hatte, dass es sich wieder um den Polizisten Alex Cross aus "Denn zum Küssen sind sie da" handelt und da mir letzterer ganz gut gefallen hat, riskierte ich auch diesmal einen Blick.
Megan, die Senatorentochter, wird vor Augen des Secret Service von ihrem Lehrer Sonjie (Michael Wincott) entführt. Bald darauf erhält Alex Cross (natürlich wieder Morgen Freeman) mit in den Fall einbezogen, indem ihm vom Entführer ein Schuh der Senatorentochter in den Briefkasten gelegt wird. Zusammen mit Jezzie (Monica Potter), die beim Secret Service beschäftigt ist und von Schuldgefühlen geplagt wird, gibt sich Alex auf die Suche des Kidnappers. Bald hat er ihn auch schon ausfindig gemacht und bringt ihn durch Notwehr zur Strecke. Dann die Riesenüberraschung des Films: Alex bemerkt, dass noch jemand anders die Finger im Spiel hat und dass der Fall noch lange nicht gelöst ist...
Lee Tamahori hat einen Film geschaffen, den man sich shr gut anschauen kann. Er ist sehr kurzweilig, kann optisch überzeugen und ist handwerklich mehr als in Ordnung. Auch die Rollen von Jezzie und Alex Cross sind gut besetzt. Michael Wincott bleibt da als Bösewicht sehr blass, er ist viel zu freundlich und sympathisch für den Zuschauer.
Viele finden auch die überraschende Wendung sehr gelungen, mich jedoch hat das ein wenig genervt, in letzter Zeit bekommt man viel zu viele Filme zu sehen, in denen in der letzten Viertelstunde der ganze Film über den Haufen geschmissen wird oder sich eine der Hauptfiguren doch als Bösewicht entpuppt. So langsam ist das nicht mehr richtig innovativ.
Trotzdem ist "Im Netz der Spinne" durchaus ein Werk, das man sich getrost anschauen kann. Wenn man in die Videothek geht und sich daheim mit einem Film gut unterhalten möchte, ist "Im Netz der Spinne" genau die richtige Lösung. Nicht neu, aber dennoch ok. Langeweile tritt auf jeden Fall nicht im geringsten auf!7/10 Punkte

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