Alex Gardner ist ein Teenager mit grauenhaften Albträumen, Visionen und Wahnvorstellungen. Diese gehen bald soweit dass sie sogar real Gestalt annehmen und sein Leben bedrohen. Der Ursprung scheint aus dem alten stillgelegten Alcatraz Gefängnis zu kommen und haben irgendetwas mit einer ermordeten Rockband zu tun weil er ständig ein Lied der Band hört. Und tatsächlich findet die Lehrerin und Traumdeuterin Carolyn heraus dass die Botschaften aus dem Jenseits kommen und Alex sich in Alcatraz seinen Dämonen stellen muss. So fahren sie gemeinsam mit Alex seinem Bruder und ein paar Freunden zu der unheimlichen Insel wo sie das Grauen bereits erwartet. Während Alex die gefangenen Seelen der Rockband befreien soll, nimmt der Dämon von seinem Bruder Besitz und verwandelt ihn in eine mordende Bestie…
Ja die 80er waren noch lustige Zeiten in denen man ungestraft Frisuren und Klamotten tragen durfte für die man heute berechtigterweise an jeder nächstbesten Straßenecke verkloppt werden würde. Aus dieser Zeit stammt auch Slaughterhouse Rock, der mir leider nur in der stark gekürzten FSK 16 Version zur Verfügung stand. Der Goregehalt und die Qualität der FX sind da natürlich schwer zu verifizieren, da der Zensurmeister, jedes Mal wenn eine potentiell interessante Szene ansteht, uns arme Zuschauer zum Glück vor gröberen Gewaltszenen bewahrt.
Die Geschichte spielt auf der ehemaligen Gefängnisinsel Alcatraz, zu der es nach einem halbstündigen Austausch von mehr oder weniger interessanten Vorgeschichtchen zu siebt geht. Dort gelingen, mit Hilfe von Trockeneis zwar aber trotzdem, einige nette Location Shots, bis dann der böse dort eingekerkerte Dämon die Jugend-forscht-Truppe Stück für Stück dezimiert. Der Dämon sieht leider ziemlich unimpressiv aus, das Make up sieht eher ein wenig nach Kindergartengesichtsbemalung aus und hat etwa den Bedrohungsfaktor eines beliebigen Streichelzootieres. Die Story ist ebenfalls von eher simpler Natur, das schmal Budget des Films ließ vermutlich auch nicht viel mehr zu. Großes Schauspieltennis wird ebenfalls nicht geboten, es blamiert sich aber auch keiner bis auf die Knochen.
Trotzdem empfand ich Acatraz Rock als einen recht unterhaltsamen Knastausflug. Endlich gibt es mal wieder eine Gruppe Teenager in Horrorgefilden bei der auf die üblichen stereotypen Charakterzeichnungen wie Bitch/Arschloch verzichtet wird, sondern aus halbwegs normalen Leuten besteht, irgendwie mal wieder eine erfrischende Abwechslung. Ein wenig Humor ist auch noch mit dabei, so daß die etwas über 80 Minuten recht kurzweilig vergehen. Schade das Herr Regisseur aus seiner Location nicht noch mehr herausholen konnt, Alcatraz bei Nacht ist eigentlich eine perfekte Kulisse für einen Horrorfilm. Wer sich vor 80er Frisuren nicht graut kann ruhig mal reinschauen.
5/10