A Nightmare on Alcatraz
Bei einem Werk wie "Slaughterhouse Rock" durchlebt man als Fan von Horrorfilmen (besonders aus den 80ern) ein wahres Gefühlschaos. Die Story ist noch bescheuerter als sie sich anhört: ein junger Mann wird in San Francisco von teuflischen Visionen & Alpträumen geplagt, was ihn und seine Freunde schließlich ins Alcatraz-Gefängnis führt, wo ein alter Dämon (& eine untote Rockgruppe!!!) sein Unwesen treibt... Die Musik, die Mode, die Sprüche - alles da, was einen 80er-Trash-Gruselfilmabend ausmacht. Sogar ein paar splattrige Einschübe befriedigen oberflächlich (und rechtfertigen in keinster Weise eine Indizierung!). Doch insgesamt bleibt ein Flickenteppich, der größere Namen wie die "Nightmare on Elm Street"-Reihe oder "An American Werwolf in London" schamlos püriert und zu kopieren versucht. Leider ohne Erfolg. Sinnfrei und vollkommen verwirrt.
Ich könnte ertragen, wenn der Film nicht gruselig ist, heute keinen Horrorhound mehr hinterm Ofen hervorlockt. Doch das was hier geboten wird, ist nahe an der Grenze des Erträglichen. Fast schon etwas psychedelisch mutet die Atmosphäre auf der alten Gefängnisinsel an, man weiß nicht so recht ob der Humor (z.B. durch trockene Tanzeinlagen oder horrenden Effekte) wirklich so gewollt war. Im Endeffekt bleibt eine seltsame Suppe aus weitaus besseren Horrorfilmen, die arg versalzen und nur für Hardcore-Horrorianer zu empfehlen ist. Da muss man dann aber eigentlich alles aus dem Jahrzent der Schulterpolster gucken, sehr schmerzfrei sein. Grabbeltisch-Abschaum. Ein Kuriositätenkabinett des schonungslosen Abpausen und Ausprobieren. Ein Verwirrspiel, dass zu blöd ist, um aus dem Busch zu winken. Verursacht Alpträume - aus den vollkommen falschen Gründen.
Fazit: Freddys größter Alptraum - ein wirrer, irrer Abklatsch aus Kruegers Schaffen, Werwolf-Sinnlosigkeit und 80er-Trash-Pomade. Fast so verrückt, dass man den Daumen wieder hoch drehen kann. Aber nur fast.