Review

Nach anschauen des Films kam es mir vor, als ob ich grad die weibliche Fassung von John Woo´s "The Killer" gesehen habe.

Ohne jeden Zweifel hat sich "The Huntress" an dem Meisterwerk Woo´s inspiriert, was man teilweise am Verlauf der Story, welche aber allerdings schon zu oft kopiert und variiert wurde, und an etwaigen Locations (z.B. die Kirche am Ende) erkennen kann. Jedoch kann dieser Film der Schöpfung von Woo im Endeffekt keinesfalls das Wasser reichen.

Dies heißt jetzt aber nicht, das der Film schlecht ist, keineswegs, er ist unterhaltsam und vor allem optisch reizvoll, was an der extrem sexy Hauptdarstellerin liegt.
Negativ im Film sind vor allem die Story, welche irgendwie eigentlich gar nicht wichtig ist, Hauptsache es entstehen immer neue Komplotte und Zwistigkeiten, damit die Action vorankommt.
Der zweite Kritikpunkt sind die total kitschigen und auch extrem lang gezogenen, musikalisch nervigen Liebesszenen zwischen der Killerin und dem Cop.

Die Action, neben der Hauptdarstellerin der interessanteste Aspekt des Films, ist dann wieder zur vollen Zufriedenheit des Anschauers inszeniert worden, was heißt, das es ordentlich flott und deftig einher geht, wobei man in der deutschen Fassung vor allem am Ende einige Kürzungen schmerzlich bemerkt.

Insgesamt also ein netter, kurzweiliger Zeitvertreib mit einer total sexy Killerin, einfallsarmer, teilweise mieser aber auch unwichtiger Story und ordentlich Action, den man sich durchaus antun kann.
Die Menschen sind schon kompliziert genug, da will ich wenigstens einfaches Essen. (Filmzitat)
Na denn.
7 von 10 Punkten.

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