Die 80er Jahre sind meine Lieblingszeit in der Enstehung des Films, aber leider gibt es auch hier ein paar schwarze Schafe. Eines davon ist " Cellar Dweller " und das auch noch von einem so routinierten F/X Experten und Regisseur wie John Carl Buechler. Auch beim Drehbuch hat er mitgeholfen, aber sonderlich viel Kreativität hat er nicht bewiesen. Die Idee mit den Comics mag zwar ganz nett sein, jedoch hapert es an allen Ecken in der Umsetzung.
Genau das zahlten ihm die Zuschauer zurück. Im Kino hatte der Film eh keine Chance und auch die Direct to Video Auswertung blieb weit hinter den Erwartungen zurück. So verschwand " Cellar Dweller " in der Versenkung und Keiner interessierte sich dafür. Das ganz leicht gekürzte Tape von Empire ist ein ziemlich seltenes Teil. Gestern wurde er zum ersten Mal vom Pay TV Sender MGM ausgestrahlt, leider war diese Fassung aller Szenen beraubt, die den Film zumindest halbwegs ansehbar machen. Kurz gesagt diese Fassung kann man sich sparen.
Inhalt:
Der berühmte Comiczeichner Childress ( Jeffrey Combs ) hat eine eigene Comicreihe namens " Cellar Dweller " erfunden. Doch urplötzlich wird eines der Wesen aus dem Comic wieder lebendig und tötet ihn und seine Freundin.
30 Jahre später ist in dem Haus wo Childress einst umkam eine Kunstschule geworden. Dort haben sich nun einige Studenten versammelt um für ihr Examen zu büffeln. Auch eine Comiczeichnerin ist dabei und durch sie wird das Monster zu neuem Leben erweckt. Und Dieses holt sich sogleich seine Opfer.
Aus der Story hätte man was machen können, doch Buechler hat schlicht und einfach versagt. Den Film kann man sich sparen. Auch wenn er mit einer sehr kurzen Laufzeit von 75 Minuten gehalten wird, ist er trotzdem langweilig ohne Ende.
Jeffrey Combs ist leider auch nur in den ersten fünf Minuten zu sehen und darf dann schon ins Gras beissen. Er ist der einizige Darsteller hier, der mich hätte begeistern können, der Rest ist knapper Durchschnitt und jeder von ihnen ein typischer 08/15 Charakter.
Der einzige Punkt wo " Cellar Dweller " überzeugen kann, ist die hübsch altmodische Atmosphäre. Ein nettes Geisterhaus noch im Stil der 60er Jahre eingerichtet. Viele knarzende Geräusche und um das Haus wabert stets der Nebel.
Der Score hingegen ist recht einfältig, hat man alles schon einmal gehört, meist besser.
Das Monster ist ne echte Lachnummer und sieht aus wie eine Kreuzung aus Werwolf, Ghoul und einer Fledermaus. Um das Maul herum trieft noch richtig der Sabber. Und das Teil soll Grusel verbreiten oder Einem Angst machen ?
Weit gefehlt, der Horrorfan schaltet ganz ab, oder lacht sich einen und sogar für Jemandem der sich vor solchen Filmen fürchtet, dürfte dieses Monster eine echte Lachnummer sein.
Die Goreefekte sind sehr sparsam gesetzt und man bekommt sie nur in der zweiten Hälfte zu sehen. Für F/X Experte Buechler eine sehr schlappe Vorstellung. Es sind einige blutige Einstellungen zu sehen, welche aber lang nicht vom Hocker reißen. Das das Teil hier bei uns indiziert ist, kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Gorefans kommen hier lang nicht auf ihre Kosten. Außerdem stört bei den Morden die ständige Einblendung der Comics.
Fazit:
Ganz einfach: Sparts euch. Muss man nicht gesehen haben. Trotz der kurzen Laufzeit ist der Film zäh wie Kaugummi und stinklangweilig. Die Darsteller sind echte Tränen und auch die Goreeffekte sind trotz einiger blutiger Einstellungen sehr lasch. Das Monster ist eine echte Lachnummer. Daher besitzt der Film fast keine Spannung. Nur die wunderbar altmodische Atmosphäre kann sich seheh lassen. Der Rest ist für die Tonne. Gerade von Regisseur John Carl Buechler hätte ich mehr erwartet.