„Undercurrent“ erweist sich als weiteres Lamas-Spätwerk, dem es vor allem an Action mangelt.
Die Familie Rivera kontrolliert das Verbrechen in ihrer Heimatstadt an der südöstlichen US-Küste. Als sich der Patriarch jedoch allzu modernen Geschäftsideen in Weg stellt, hetzen sein Sohn und sein Halbbruder ein Killerkommando auf ihn, dass allerdings versagt. So beginnt der Film an sich recht gut, denn der Überfall bietet ein kurzes, handelsübliches, aber nettes Shoot-Out.
In der gleichen Stadt fängt auch Mike Aguayo (Lorenzo Lamas) an, in einem Stripclub zu arbeiten, den ein Freund von ihm betreibt. Zudem ist seine Freundin unter den Tänzerinnen und Mike kommt direkt aus dem Knast. Hier spielt Lamas seine typische Rolle: Ein abgewrackter Ex-Cop, der für einen Freund in den Knast ging, ähnlich dargestellt von ihm z.B. in „Viper“ oder „Black Dawn“.
Sein Kumpel macht ihn mit Carlos Rivera Jr. (Philip Anthony) bekannt, dem Sohn des örtlichen Gangsterbosses. Dieser begrüßt Mike freundlich und macht ihm ein Angebot: Er soll dessen Frau verführen, damit er Fotos davon machen kann und einen Scheidungsgrund hat. Nach einigem Bedenken stimmt Mike zu und lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein...
„Undercurrent“ ist ein eher mäßiger B-Thriller mit einem Hauch Erotik, der aber nur ein Schatten von ähnlich gelagerten Hollywoodfilmen bleibt. Vor allem an echter Spannung mangelt es dem Film und ein paar gute Wendungen zum Schluss können nicht so viel wieder gutmachen. Zudem werden die Sex- und Nacktszenen eher mit dem Holzhammer eingestreut und nerven ziemlich.
Wer bei dem Namen Lamas an Action denkt, der wird auch enttäuscht. Abgesehen vom Anfang wird nur gegen Ende ein bisschen geballert und das noch nicht mal besonders spektakulär. Die 18er Freigabe ist daher ziemlich unverdient trotz ein ganz paar blutigen Einschüssen. Auf der Habenseite kann der Film dafür einen wirklich exotischen Schauplatz verbuchen, der ein gewisses Flair bringt.
Lamas spielt wie bereist erwähnt seine Paraderolle und agiert daher recht routiniert. Die restlichen Darsteller spielen allesamt OK, aber auch im B-Bereich hat man schon viele bessere Leistungen gesehen als bei dieser komplett aus No-Names bestehenden Besetzung.
Unterdurchschnittlicher B-Thriller, der zwar mit einem schönen Schauplatz aufwartet, aber recht lahm und unspektakulär daherkommt.