Der Ex-Cop Mike möchte im sonnigen Puerto Rico ein neues Leben beginnen. Als Manager eines örtlichen Nightclubs tätig, wird Mike von dem ansässigen Mafia-Boss Carlos Rivera angesprochen: für 200.000 Dollar soll er dessen attraktive Frau verführen, damit dieser einen Grund zur Scheidung hat: Trotz anfänglicher Bedenken willigt Mike ein und ahnt nicht, dass er zwischen alle Fronten gerät. Von der Mafia und der Polizei gehetzt, ist sein Leben keinen Pfifferling mehr wert. Doch Mike hat gelernt, sich zur Wehr zu setzen.
Ich erwarte inzwischen ja schon nicht mehr viel, wenn sichtlich budgetbeschränkte Produktionen aus dem B-Action-Sektor, die dann auch gleich die Abkürzung ohne Kinoauswertung auf DVD gepreßt werden, mit Lorenzo Lamas auf dem Cover werben und große Action versprechen, aber hier wird dann doch selbst das tiefergelegte Maß an Erwartungshaltung noch flachgelegt, im doppelten Sinne des Wortes. Anfangs eine kleine Schießerei, am Ende etwas Geballer, aber dazwischen wirklich nur heiße Luft und Langeweile, als wäre man Zeuge bei der Sitzung der EU-Ratskommission zur Beratung über die Normgröße von Büroklammern.
Lamas spielt dabei seine Standardrolle als smarter Beau mit Cop- und Knastvergangenheit, der sich in Purto Rico ein neues Leben als Nachtclubmangaer aufbauen möchte und sich dabei wie immer am Rande der Selbstgefälligkeit bewegt. Hier wird er von einem schmierigen Gangster, vom Beruf Sohn des Oberpaten, dazu angestiftet seine Holde für 250 Riesen zu becircen, damit dieser mit den Beweisfotos seine Scheidung sauber durchziehen kann. Das die ganze Nummer eine einzige Falle darstellt kann man sich mühelos als Zuschauer an seinen 11 Fingern abzählen. Das aber statt knalliger Action die kompletten 80 Minuten Mittelteil mit lahmen Gebalze, hohlen Dialogen und lahmen Sexszenen verbracht wird, kann zwar alte Fans der Serie Reich und Schön entzücken, aber da massig Titten eben keine Klasse ersetzen können, wird sich Ottonormalseher vielleicht noch gelangweilt einen runterschubbern, aber sich in Gedanken doch schon auf die nächste Steuererklärung freuen.
So kommt eine ziemlich müde Mischung aus Resten von Action und angedeutetem Softporno zustande, der wohl beide Freunde dieser Genres kaum befriedigen dürfte. Man spürt überall eine gwisse Lieblosigkeit, die schon beim Titelmenü losgeht und neben einem häßlichen Logo die tolle Auswahl zwischen Filmstart und Szenenauswahl präsentiert. Ein echter La(h)mas eben.
2/10