Die fünf berühmtesten Detektive der Welt treffen in einem besonderem Wettkampf aufeinander. Der Millionär Truman Capote (Lionel Twain) lädt sie ein, um herauszufinden, wer der Beste unter den besten ist. Für Mitternacht ist ein Mord angekündigt, wer von den fünfen diesen löst, ist um eine Million Dollar reicher. Leichter gesagt als getan, denn das Haus und auch Capote stecken voller Überraschungen.
Nachempfunden sind diese fünf Detektive Vorbildern aus Romanen und Filmen, wobei in "Eine Leiche zum Dessert" gerade diese durch den Kakao gezogen werden. Da wird von Anfang an ein Klischee nach dem anderen aufs Korn genommen, von der unglaubwürdig guten Spürnase bis zur konfusen Auflösung, die hier nur noch genial ist (natürlich auch unrealistisch, aber selbstverständlich beabsichtigt) und mit einer tollen Schlusspointe aufwartet. Fan von Krimis muss man nicht unbedingt sein, ich mag zumindest die klassischen Werke des Genres nicht sehr und habe deswegen die ein oder andere Anspielung wohl verpasst, das tut dem Spaß aber keinerlei Abbruch.
Sehenswert auch die fünf völlig unterschiedlichen Hauptakteure, durchgehend mit bekannten Gesichtern besetzt. Herausragend Peter Falk als kerniger Amerikaner, der sich herrlich selbstironisch gibt und der kaum wiederzuerkennende Peter Sellers als knuddliger Chinese Wang, der der amerikanischen bzw. deutschen Sprache noch nicht ganz mächtig ist. Wunderbar anzusehen auch Alec Guinness als blinder Butler, dessen Unterhaltungen mit einer taubstummen Köchin Highlights darstellen.
Die Gags umschließen bei "Eine Leiche zum Dessert" die ganze Bandbreite, von einfachen Kalauern bis hin zu intelligenten, hintergründigen Witzen bekommt man alles geboten und das im Sekundentakt. Richtige Rohrkrepierer gibt es keine, sodass das ein rundum gelungenes, kurzweiliges Vergnügen darstellt, bei dem man sich auch als Nicht-Krimikenner amüsieren kann.