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Dino Risi schafft mit diesem Film ein Vorzeigefilm für die Gattung der 'commedia sexy all'italiana'.
Nach den beiden sehr erfolgreichen Filmen von Samperi (Malizia und Peccato venniale), in denen Laura Antonelli Anfang 70er Jahre schlagartig zu den ganz grossen Diven in Italien wurde, sieht auch hier wieder absolut blendend aus und ist schauspielerisch in Top Form (Anfang 90er als man eine Fortsetzung zu Malizia drehte, kam die absolute Katastrophe über die Schauspielerin. Eine Antifalten-Salbe entstellte ihr Gesicht. Seither lebt sie isoliert und vergessen. Aber dies ist eine andere Geschichte).
Zu ihr gesellt sich ein ebenso grandioser Giancarlo Giannini.
Der Film bietet acht erotische Kurzgeschichten, die inhaltlich durchweg alle auf einem sehr hohen Niveau sind, sei es von der Story her wie auch wie gesagt von den beiden Hauptdarstellern aber auch von allen anderen her.
Hin und wieder finden sich auch drammatische Momente darin. Das Vergnügen ist durch eine temporeiche Erzählweise sehr hoch. Nie driftet der Film ins Banale oder Vulgäre oder wird klamaukhaft wie viele seiner Gattung.
Umwerfend wie Antonelli und Gannini als sehr arme Familie während des Aktes ständig über alltägliche Dinge reden müssen, damit die zahlreichen Kinder, die nur in Schlafecken liegen, nichts darüber mitkriegen.
Oder wie Giannini mehrmals versucht seiner Geliebten Blumen zu überbringen und ständig auf Grund einer Verwechslung immer wieder bei der gleichen Totenfeier landet.
Oder wiederum Gannini, wie er auf ältere Frauen steht (und je älter umso besser!).
Oder Laura Antonelli als Nonne in einer Samenspendenklink arbeitet und den Gönner animiert!
Fazit: Wahrscheinlich ein Meisterwerk der erotischen Komödie. Die einzige (kleine) 'Schwäche' des Filmes: Laura Antonelli spielt in einer Geschichte nicht mit. (9/10)

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