Eine Satire soll es wohl sein, doch das Ergebnis wirkt arg zerfahren, denn die recht namhaften Mimen agieren hier samt und sonders, als hätten sie einen Freifahrtschein vom Regisseur bekommen.
Der Inhalt liest sich denn auch aufregender, als das Ergebnis den Sehgewohnheiten von Zuschauern entgegenkommt. Sicherlich wollten alle Beteiligten das Publikum mal so richtig schocken und das resultiert in diversen Nackt- und Fickszenen zwischen Piccoli, Schneider und anderen, sowie ein paar Mord samt Leichenbeseitigung in großen Mengen Salzsäure.
Trotzdem hoppelt die Handlung von Episödchen zu Episödchen, spart oftmals entscheidende Szenen aus, um dann wieder die unlogisch und verquer handelnden Protagonisten zu beschwingter Charleston-Musik ins Bild zu setzen. Das ist leider nur streckenweise nihilistisch und zynisch, sondern ehehr zurechtgebastelt, denn gerade die zahlreichen Sexszenen finden keine sinngemäße Entsprechung, so daß das zeitweise bösartige Schmunzeln, daß einen beschleicht, nie lange hält.
Figurenentwicklung ist hier Glückssache und erst gegen Ende, wenn das dämonische Trio aus dem Ruder läuft und auseinanderbricht, kommt ein leichter bitterer Beigeschmack dazu.
Wer mal wissen will, was Mutti und Papi in den Seventies einen so richtig ärgerlichen Kinobesuch beschert hat, getreu dem Motto "Was soll der Scheiß?", wird hier prompt bedient.
Heute dient das nurmehr als Blaupause für wahrhaft abgrundtief finstere Visionen, die uns durch die düsteren 90er auf der Leinwand heimgesucht haben. Die Szene mit der flüssigen Leichenbeseitigung, nach der einer der Charaktere verschmiert und geschafft in der Küche anfängt, Spaghetti zu essen, trifft aber immer noch den Nerv. (5/10)