Ein riesiger, mutierter Tasmanischer Teufel bricht aus, als ihn zwei Öko-Futzis befreien wollen. Er nistet sich häuslich auf dem nahe gelegenen Friedhof ein und verspeist dort nicht nur die lebenden, sondern auch gleich ein Trupp junger Leute, die dort einen Film drehen wollen, und das nicht unblutig...
Wow, erstmal wow. Wenn man den Film das erste Mal gesehen hat, wird man echt nicht mal schlecht staunen, dass der es tatsächlich durch die Fsk-Prüfung geschafft hat - wohlgemerkt mit Jugendfreigabe! Scheinbar scheint hier der Club der vereinten Tasmanischen Teufel-Schützer geprüft zu haben, die die Nachricht, das Leben dieser armen Tiere zu verschonenen und sie nicht in Käfigen zu halten, auf eine möglichst breite Masse zuschneiden wollten. Aber halt, ich weiche zu sehr von der eigentlichen Besprechung ab...
Ja, also das ist eigentlich so der Hauptpunkt, den man bei diesem Film umbedingt ansprechen müsste. Unter den Fachleuten nicht ohnehin als kleiner Geheimtipp weitergegeben, weil er so unglaublich brutal ist. Hier sieht man, wie das Biest einem Mann den Arm abreißt, man seinen blutigen Armstumpf sieht und das Blut fontänenartig rausspritzt, wie es hektoliterweise durch die Gegend fliegt, Kehlen aufgekratzt werden usw. - Die Originalität kennt ja bekanntlich wirklich keine Grenzen. Die Effekte sind zwar teilweise schon ein wenig sehr moderat und billig produziert, kommen aber trotzdem fast ausnahmslos ganz schön krass und heftig rüber. Wie schon gesagt: ein Wunder, dass der Anklang bei der Fsk gefunden hat.
Ja, was sollte man sonst hier noch groß ansprechen. Die Schauspieler sind bestenfalls mittlerer Durchschnitt (weder oberer noch unterer), die Dialoge befinden sich in ähnlicher Qualitätszone, dafür gibts zwischendurch ein paar nette Brüste gezeigt. Neben Splattereffekten gibts hier also auch mal was Gesundes fürs Auge. Auch wenn man mit den verkörperten Charakteren dann stellenweise eigentlich doch nicht wirklich sympathiert und es da nicht auffällt oder gar traurig ist, dass einer gestorben ist. Hätte genauso gut den anderen treffen können, hätte den Zuschauer kein Stück gekümmert. Was man hier an Charakterstudie bekommt, ist das zum 150. Mal aufgewärmte 0815-Süppchen mit denselben Menschen wie in bereits 149 Filmen des Genres zuvor. Hier gewinnt der Film, auch storytechnisch, wahrlich keinen Blumentopf.
Dafür weiß er, zugegeben, ein Wenig durch seine Optik zu überzeugen. Stellenweise sieht das Monster nämlich richtig gruselig aus und mir erging es jedenfalls stellenweise so, dass mich ein Kalter Schauer über dem Rücken heimsuchte, als das Fieh angriff. Mal ganz von einigen echt üblen Schockeffekten abgesehen. Insgesamt ist das Tier dann aber doch zu zottelig, dass man es so ernst und voll nehmen könnte.
Insgesamt zwar nur ein durchschnittlicher, dafür umso gruseligerer und brutalerer Tierhorrorstreifen, der jedoch eher sehr speziell ist. Ich zitiere hier mal aus einem anderen Kommentar bezüglich des Films: "Von Fans für Fans", so kann man denke ich mal gut ausdrücken. Wer mit dem Tierhorrorgenre generell nicht warm wird, braucht sich hier nicht umbedingt dran zu versuchen, übersehen sollte man den Film dann aber nicht.
7/10