Inhalt:
Zwei radikale Naturschützer stehlen eine Kiste, die einen tasmanischen Teufel enthält, aus dem Labor von Dr. Belmont (Reggie Bannister) um diesen in der freien Natur in Freiheit zu setzen. Als Belmonts Kollegin Dr. Christine Kollar (Aime Wolf) den Diebstahl bemerkt, verständigt sie ihren Kollegen.Beide kommen zu den Schluss Precious (der Name des tasmanischen Wolfes) auf eigene Faust zu jagen, da Belmont einige (illegale) Experimente an dem Tier vorgenommen hat, die jeden Mad Scientist ein anerkennendes Nicken abringen und bei den Behörden, wie Polizei, FBI oder Nationalgarde, auf sehr geringes Verständnis stoßen würde. Belmonts Ziel war es dabei ein Mittel gegen schwere Krankheiten zu finden.
Stattdessen ist aus Precious eine mindestens 2 Meter große, genetisch veränderte, halbirre Fressmaschine geworden. Das müssen auch die zwei Naturschützer erfahren als sie Precious im Franklyn Park, einem öffentlichen Waldstück, freilassen.
Precious beginnt dann auch prompt jeden Parkbesucher, sei es Kiffer, Jogger oder Radfahrerin, auf (sehr blutige) Art ins Jenseits zu befördern.
Zu dieser Zeit hält sich auch Belmonts Sohn Hunter (Peter Stickles) mit seinen Freunden Kym (Nicole DuPort), August (Kristin Novak), Matt (Chris Finch), Tony (Ky Evans) und Enrique (John Thomas) in der Gegend auf.
Die Gruppe will auf dem abgelegenen Southern Cross Friedhof einen Zombiefilm drehen und trifft dabei auf den Friedhofswärter
John Martin (Lloyd Williams). Dieser bemerkt Hunters Transporter und die teure Filmausrüstung und unterrichtet darüber seine Söhne: den (leicht) psychopathischen Dale (Damian Lea) und den (ziemlich) beschränkten Earl (Karol Garrison). Die Beiden sollen die Ausrüstung samt Gefährt stehlen.
Was noch keiner zu diesem Zeitpunkt ahnt: Precious hat sich unter dem Friedhof, einem Bergarbeiterfriedhof für die Opfer einer Schneeschmelze von 1925, eine neue Behausung gesucht. Die Stollen, die damals von dem Schmelzwasser überflutet wurden, sind nämlich noch intakt und Precious beginnt sogleich auf dem Friedhof und seiner Umgebung nach Beute zu suchen...
Meinung:
Vorweg: Graveyard Monster ist ein Film für Fans von trashigen Monsterfilmen und solchen die es werden wollen.
Die Schauspieler leisten (für einen Film über einen mutierten tasmanischen Teufel) gute Arbeit und liefern gelungene Klischeedarstellungen ab.
Allen voran Kristin Novak als Blondine August, die jedes Klischee über diesen Frauentyp im Film wiedergibt.
Dann sind da noch die Söhne des Friedhofswärters Earl und Dale, die auch in einem Backwoodshorrorfilm gut aufgehoben wären.
Für ihren Vater begehen sie diverse Diebstähle und lagern die Beute in den Stollen unter dem Friedhof. In einer Szene wollen sie sich an einer Radfahrerin vergehen, doch Precious kommt Ihnen dazwischen.
In zwei Cameos sind Howard Berger (Stoner Dude Doug) und Greg Nicotero (Stoner Dude Michael) zu sehen.
Beide spielen zwei Kiffer auf einem spirituellen Experimentaltrip.
In einer Szene hat Michael Drogen genommen und wartet auf sein sprituellers Leittier und hält die dann auftauchende Precious dafür (aus Michaels drogenvernebelter Sicht sieht Precious nicht wie aus einem Alptraum entsprungen sondern eher wie eine Cartoonfigur aus dem Frühprogramm des Kinderkanals aus)
Regiseur Roy Knyrim ist vor allem durch seine Special Effects und Makeup Arbeiten bei Filmen wie Trapped Ashes (2009), The Hole (2006) oder Wishmaster 4 (2002) bekannt.
Regie führte er auch bei dem Film Night Skies (2007) über Aliens.
Graveyard Monster hat eine FSK 16 und das obwohl die Splattereffekte jedem FSK 18 Film Konkurrenz machen können.
Das Monster ist hier nicht per CGI hergestellt sondern wird von einem Schauspieler in einem hübsch-hässlichen Mutantenkostüm gespielt.
Die DVD verfügt über einige Extras (Trailershow, Making of etc.) und die deutsche Synchronisation ist sehr gut.
Graveyard Monster kann man sich für einen entspannten Trashfilmabend mal ausleihen.
Von einem Kauf rate ich aber ab, da einmal ansehen genügt. (6/10)