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Precious, ein mutierter Tasmanischer Teufel, hässlich wie die Nacht, groß wie ein Grizzly & aggressiv wie ein tollwütiges Eichhörnchen, wird von Tierschützern aus einem Versuchslabor befreit. Zum Dank zerlegt das Viech die beiden gleich mal & streunt danach durch einen Friedhof, wo ein paar Studenten gerade einen Zombiefilm drehen. Der für das Untier verantwortliche Wissenschaftler (Reggie Bannister) versucht zu retten, was (nicht mehr) zu retten ist.

Cemetery Gates (= OT) ist ein verdammt saftiges Creature Feature von Roy Knyrim, welches Gorehounds jubilieren lassen sollte. Nicht umsonst steht das "G" in Creature Feature für "Gekröse". Ich habe mich damals schon gewundert, dass das Ding eine 16er-Freigabe gekriegt hat & ich wundere mich immer noch. Die schwach charakterisierten (& teils nervenden) Figuren sind nur dazu da, vom Biest blutspritzend zerfleischt, zerfetzt, zerrissen oder sonstwie (Bauch aufreißen, Kopf zerdrücken, mittig entzweien) verstümmelt zu werden. Ich kann mich nicht erinnern, einen anderen Tierhorrorstreifen gesehen zu haben, bei dem das Vieh die Körper seiner Opfer so rabiat malträtiert, mit Zähnen & mit Krallen.

Die Make-Up-Effekte von SOTA F/X sind allesamt praktischer Natur & Precious ist natürlich ein Mann im Monsterkostüm. Der Rest? Kaum der Rede wert. Die Schauspieler reißen nicht viel, Spannung kommt keine auf, Stimmung ebenfalls nicht. Immerhin gibt ein blondes Klischee-Dummerchen ihren Brüsten viel Luft zum Atmen & ihr Ende (sie liegt im Schlafsack, als die Kreatur über sie herfällt & ihr nackter Oberkörper wird blutrot umgefärbt) ist auch gelungen. Howard Berger & Greg Nicotero haben Cameo-Auftritte & eine dämlich-witzige Zeichentricksequenz gibt es ebenfalls. Wer keine großen Ansprüche hat & es gern splattrig mag, der wird hier bestens bedient.

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