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Recht unterhaltsamer Mix aus B-Actionfilm und Abenteuerstreifen mit Richard Norton in der Hauptrolle.
1945, drei Tage nach Ende des Zweiten Weltkriegs: Japanische Soldaten finden einen abgestürzten US-Piloten und exekutieren ihn. 1989: Der Enkel des Soldaten, Zac Connors (Richard Norton), bekommt von seiner Großmutter Hinweise auf das Verschwinden seines Großvaters hinterlassen, als diese stirbt. Offiziell gilt sein Großvater noch als vermisst, da niemand etwas von der Exekution mitbekommen hat. Das Szenario von „Karate Champ – Das Schwert des Todes“ ist auf jeden Fall eine Abwechslung im B-Actiongenre.
An sich hat Zac seinen Militärdienst quittiert, doch als Reservist steigt er wieder ein, um dort Informationen über den letzten Aufenthaltsort seines Großvaters zu bekommen. Mit Hilfe einer Sekretärin kann er schließlich den möglichen Absturzort seines Großvaters ermitteln – natürlich nicht ohne seine Helferin vor lauter Dankbarkeit noch mal flachzulegen. Hier wird „Karate Champ“ etwas albern und langweilig, da das Rendezvous und das damit verbundene Positionsermitteln ziemlich mau und lächerlich ausfallen.

Zac reist nach Thailand und kann recht schnell die Absturzstelle des Flugzeugs finden, wo er auch über die sterblichen Überreste seines Großvaters stolpert. Inzwischen hat Zac auch herausgefunden, dass sein Großvater damals ein wertvolles japanisches Schwert mit sich führte und will danach suchen. Doch die Suche erweist sich schon recht schnell als gefährliches Unterfangen...
„Karate Champ“ mixt Abenteuer und B-Action zu einem ganz gut funktionierenden Film, wobei vor allem die exotische Kulisse eine willkommene Abwechslung im B-Actiongenre markiert. Die Dramaturgie ist leider etwas konfus, denn die Story um das Schwert ist fast episodenhaft in verschiedene Storys teilbar, die irgendwie etwas aneinandergereiht wirken, um auf rund 100 Minuten Laufzeit zu kommen.
Dennoch funktioniert der eher simple Plot im Großen und Ganzen und es kommt ein recht solides Maß an Spannung auf. Auch das Tempo ist ganz gewählt und wirkt nicht unpassend. Insgesamt sind die ersten zwei Drittel des Films mehr Abenteuerfilm mit Anleihen bei Indy und Co., ehe es im letzten Drittel eher konventionell B-Action-mäßig rundgeht. Die Leistung der Regie ist alles in allem recht ordentlich und bietet keinen Anlass zur Klage.

Die Actionszenen erinnern teilweise auch eher an harmlosere Abenteuerfilme á la Indy (z.B. die Verfolgungsjagd mit dem Go-Kart), ehe es im Showdown dann noch mal gewaltmäßig derbe rundgeht. Leider sind die Actionszenen nicht allzu zahlreich gestreut und der Film könnte mehr davon vertragen. Doch an der Qualität der Action lässt sich eigentlich nichts bemängeln: Es wird eine bunte Mischung aus Shoot-Outs, Martial Arts und Schwertkämpfen präsentiert, sowie die bereist erwähnte Verfolgungsjagd. Die Actionszenen sind auf ganz gutem B-Actionniveau inszeniert (auch wenn es in dem Genre schon bereits hochwertigeres gab) und gut choreographiert.
Richard Norton gibt den Obermacker, der alle bösen Jungs umkloppt und alle Mädels klarmacht ganz ordentlich, auch wenn es überzeugendere B-Actionhelden gibt. Toshiro Obata ist ein ziemlich überzeugender Fiesling, auch wenn er nur im letzten Drittel auftritt. Auch die restlichen Darsteller machen ihre Sache ordentlich.

So bleibt „Karate Champ“ unterm Strich ein unterhaltsamer B-Actionabenteuerfilm, der aber an Dramaturgie und Actionmenge etwas krankt.

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