Was habe ich mich gefreut, als ich Godzilla – Final Wars zum ersten Mal in der Videothek entdeckte, wo er das Regal zierte.
Als ich mir den Film anguckte, war das einzigste, was ich mir erhoffte so trashige Unterhaltung, die auch die anderen Filme mit sich brachten.
Der Film startet mit einem furiosem Anfang, der es sogar schafft, einen richtigen Spannungsbogen zu erzeugen. Hier wird Godzilla erstmal eingefroren und man bekommt ein Wiedersehen mit Manda, der Seeschlange aus Tohos U 2000- Tauchfahrt des Grauens. Ein echter Spaß!!!
Anschließend lassen ein paar Aliens ein Haufen Monster auf die bedeutendsten Städte der Welt los. Unter ihnen sind, abgesehen von Rodan und Angirus, hauptsächlich Kaiujis, die nach einem Auftritt in der Senkung verschwanden.
Besondere Freude machte mir hierbei, das unter ihnen auch Hedora und König Shi- Saar (Oder auch King Seesar zu englisch) waren, die schön immer zu meinen Favoriten unter den Kaiujis zählten. Aber auch der neu gestylte Gigan kommt echt cool.
Ziemlich lächerlich kommt allerdings der Auftritt vom US Godzilla, hier nur Zilla genannt, der mit unglaublich schlechten und schon amateurhaften CGI Effekten erschaffen wurde. Neben ihm wirken sogar die anderen ebenfalls per CGI erschaffenen Monster und Raumschiffe, welche nun auch nicht gerade das gelbe vom Ei sind, wie richtige Meisterwerke!!!
In der Mitte bot mir der Film einige Längen, da sich die Story hauptsächlich mit den Menschen beschäftigt und versucht wird eine Story auf zu bauen. Da reißt auch der Kampf mit der riesen Krabbe Ebirah nichts mehr raus. Welche man sich sowieso lieber für Godzilla aufheben hätte sollen, schließlich war Sie ja der Hauptgegner in einem ganzen Godzilla Film!!!
Besonders hierbei stellt sich heraus, das Kitamura als Regisseur eine absolute Fehlbesetzung ist. Der Mann hat es noch nie in einen seiner Filme geschafft eine vernünftige Story aufzubauen!!! Die Charaktere wirken teilweise gnadenlos überzeichnet, im negativen Sinne. Besonders der klischeehafte Oberbösewicht, dessen Darsteller teilweise den Eindruck machte, als ob er beim Dreh auf Drogen wäre, nervt gnadenlos.
Zum Finale hin wird Godzilla dann endlich wieder aus dem Eis befreit und der große Monster Bash kann beginnen. Als erstes pustet er Gigan, dem er im Eis begegnet, den Kopf weg. In Rekordzeit, wandert Er dann einmal um die gesamte Welt und macht alle Monster platt. Nur das Dreiergespann Angirus, Rodan und König Shi-Saar kann gegen ihn länger als eine Minute durch stehen.
Als großen Endgegner hat dann mal ein neues Monster erschaffen, Monster X, welches wirklich cool kommt. Dumm finde ich hierbei wiederum, das Es sich auf einmal in Kaiser Gidorah verwandelt, ein Update von King Gidorah. Also ist das coole Monster X also gar nicht das coole Monster X.
Zum Finale bekommt man auch noch Gigan X zu Gesicht, der statt seiner Klingen nun jeweils 2 Kettensägen als Hände hat. Kommt echt cool und zählt nun zu meinen Lieblings Kaiujis!!!
Nebenbei liefern die Menschen sich dann im Alien Mutterschiff noch ein paar schlecht cheographierte Fights. Man hätte die mal lieber weglassen sollen, da Sie den ganzen Monster Fights den Platz rauben.
Was hier etwas fehlt, ist, das die meisten Monster gar nicht ihre Spezialfähigkeiten zeigen dürfen. Z.b. galt Hedora ja einst als (fast) unbesiegbar und konnte nur durch Austrocknung seines Körpers zur Strecke gebracht werden und König Shi- Saar besaß die Fähigkeit, Energiestrahlen zurück zu werfen.
Ein Kitamura Film ohne Gewalt und Blut??? Natürlich nicht!!! Zwar hat der Herr im Gegensatz zu seinen sonstigen Werken stark zurück geschraubt aber dennoch ist der Film mit Abstand das brutalste Produkt in der gesamten Godzilla Geschichte und wohl eindeutig auch nicht mehr für das jüngere Publikum gedacht. Blutige Einschüsse, platzende Köpfe etc..
Was am Ende bleibt, ist ein enttäuschender Eindruck. Zwar sind die Wiedersehen mit den ganzen Kaiuji ein echter Spaß, aber der Film leidet einfach zu stark unter dem fehlenden Talent von Kitamura!!!
5/10 Punkten